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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Dienstag, 22. Januar 2008 Nach unserem ersten englischen Frühstück in Südafrika machen wir uns auf den Weg, die Weingüter der Umgebung anzusehen. Wir wollen in einem Rundkurs die Weingegend umfahren, von Stellenbosch über Franschhoek, den Theewaterskloofs-Staudamm und den Sir Lowry Pass nach Somerset West. Die Fahrt von Stellenbosch nach Franschhoek ist hügelig und wir passieren zahlreiche Weingüter, immerhin gibt es in der Region nur um Stellenbosch herum über 80 Weinbauern. Der Kontrast der Weinreben zu den nahen schroffen Bergen ist sehr schön anzusehen. Ein idealer Startpunkt für unsere Tour. ![]() Ungefähr auf halber Strecke nach Franschhoek halten wir beim Weingut Boschendal an, es ist das älteste Weingut mit einem Gutshaus in typisch kapholländischen Stil mit Reetdach von 1685 in einer weitläufigen Gartenanlage. ![]() Das Manor House in Boschendal in typisch kapholländischer Architektur Die Gebäude und überhaupt die ganze Anlage ist sehr gepflegt, es gibt Alleen und feinen englischen Rasen, auf dem sogar Picknicks möglich sind. Wein probieren wir hier jedoch nicht, da wir ja noch ein wenig Autofahren wollen. Dafür entschädigt uns aber der Demonstrations-Weingarten, in dem verschiedene Rebsorten nebeneinander angebaut wurden und auf Tafel erklärt werden. Eine Kellereibesichtigung ist hier ebenfalls möglich, aber die haben wir uns für heute nachmittag bereits vorgenommen. (Besucherzentren mit der Möglichkeit einer Weinprobe bieten fast alle Weingüter, eine Kellerbesichtigung jedoch nur sher wenige.) ![]() Die Chardonnay-Traube Franschhoek ist verglichen mit Stellenbosch deutlich kleiner, aber nicht weniger pittoresk. Über hügelige Straßen, die jedoch in einwandfreiem Zustand sind, fahren wir weiter bis wir zum Theewaterskloof-Staudamm, eine sehr große Wasserflläche, die jedoch ebenso wie die Straße dorthin zwar recht hübsch ist, aber keinesfalls so "traumhaft" wie unser Reiseführer es beschreibt. Die kleine Ortschaft Grabouw ist Zentrum des Apfelanbaugebietes in Südafrika und wir kaufen an einem Direktverkauf an der Straße frisches Obst ein. Kurz vor Somerset West auf dem Sir Lowry Paß sehen wir erstmalig das Meer, es liegt deutlich näher an der Weingegend als man in Stellenbosch glauben könnte. ![]() In Somerset West haben wir uns das Weingut "Vergelegen" herausgesucht, hier kann man ebenfalls (nach Voranmeldung) eine Besichtigung des Weinkellers machen, aber auch sonst ist dieses Weingut auf Grund seines alten und großen Parkes sehr sehenswert. ![]() Ehemaliges Wohnhaus auf dem Weingut Vergelgen. Direkt davor stehen über 300 Jahre alte riesige Kampfer-Bäume Wir staunen über 300 Jahre alte riesige Kampferbäume mit Stammdurchmessern von mehreren Metern direkt vor dem Haupthaus. Auf Fotografien sehen wir, dass auch diverse Staatsmäner diese Bäume und das Weingut bereits besichtigten. Zur Kellerbesichtigung sind ca. 12-15 Menschen angetreten. Mit einem kleinen Bus fährt unsere Führerin zunächst die Besucher auf eine Anhöhe, auf der die Produktionsstädte beheimatet ist. Auf der mehrminütigen Fahrt bekommen wir einen Eindruck, wie riesig diese Weingüter doch sind! Auf den Nordhängen werden die sonnenliebenden Rotweinrebsorten angebaut, die Südhänge sind für die Weißweinreben reserviert, hier wirkt zusätzlich der kühle Meereswind positiv auf das spätere Produkt. Anfang der 1990er Jahre wurde das Weingut verkauft und die neuen Besitzer haben umfangreiche Bodenanalysen vorgenommen und die Reben entsprechend dieser Ergebnisse neu angepflanzt. Mehrere preisgekrönte Weine waren das Resultat. Im Gegensatz zu den traditionellen Gebäuden, die um das Besucherzentrum liegen, erwartet uns auf dem Berg ein sehr modernes Gebäude. ![]() So altmodig die Gebäude im Besucherkomplex des Weingutes wirken, der Eingang zu dem auf einem Berg liegenden Keller ist sehr moderne Architektur. Von einer riesigen "Terasse" aus kann man bis zum Tafelberg sehen. Ein Großteil des Gebäudekomplexes versteckt sich jedoch bis zu 9m tief in diesem Berg und wir erfahren auch gleich warum: Damit der Wein zügig von einem Produktionsschritt zum nächsten gelangen kann, macht man sich hier die Schwerkraft zunutze: Der Wein wird im obersten Stock gepresst und der Saft fließt dann einfach eine Etage tiefer, wo er gekühlt und auf einzelne Stahltanks aufgeteilt wird. Nach der Gärung wiederum fießt er dann erneut einen Stockwerk tiefer, wo er dann einem erneuten Aufenthalt in einem Tank oder einem Eichenfaß entgegensieht. Die Abfüllanlage haben wir nicht besichtigt, aber man kann glauben, dass auch hier der Wein bequem via Schwerkraft dorthingelangt ![]() In den Stahltank kommen sie alle, in die Eichenholzfässer nur wenige Weine Am Ende der Führung wollen wir nun natürlich auch den Wein probieren! Für einen kleinen Unkostenbeitrag wird uns der Wein präsentiert mit einem Merkblatt zu Duft und Geschmack. Das macht Lust auf mehr Tastings in anderen Weingütern, aber leider ist es nun schon 16:30 Uhr und gegen 17:00 schließen die meisten Besucherzentren auf den Gütern ihre Tore. Wir unterhalten uns daher noch mit einem Pärchen aus den Niederlanden, die mit uns die Kellerbesichtigung gemacht haben, sie sind vor drei Wochen in Johannisburg gestartet und haben eine Reiseroute gewählt, die unserer Planung sehr ähnlich ist. Gespannt haben wir gehört, dass sie sehr viele Tiere gesehen haben, sogar Leoparden in freier Wildbahn, eine Rarität. Na dann sind wir ja auch einmal gespannt, was uns erwarten wird.... ![]() Last but not least: Das wunderschöne Besucherzentrum im Vergelegen Weingut Später bummeln wir noch ein wenig durch Stellenbosch, aber auch hier sind schon alle Geschäfte geschlossen. Wie gestern sind in den vielen Restaurants fast alle Plätze belegt, wir hatten jedoch in weiser Voraussicht schon einen Tisch in einem Fischrestaurant (Cape Town Fish Market) bestellt. Das Essen war okay, aber nicht vergleichbar mit dem tollen Dinner vom Vortag und so sind wir schon recht früh zurück in unserem Guest House, können noch ein wenig die weitere Reiseroute planen und auch die Homepage noch ein wenig pflegen. | |
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