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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Donnerstag, 24. Januar 2008 Unsere erste Nacht in Oudtshoorn haben wir gut verbracht, auch dieses Guest House ist eine gute Wahl, das Zimmer ist riesig, wir haben einen eigenen Balkon und die Leitung ist sehr freundlich. Das Frühstück ist ebenfalls lecker mit lokalen Spezialitäten, z.B. Feigenmarmelade. Um es gleich vorwegzunehmen: Wir haben heute unser geplantes Programm in Oudtshoorn geschafft, wir waren in der Tropfsteinhöhle (Cango Caves), haben eine Straußenfarm besucht (in Oudtshoorn und Umgebung leben 90% der Welt-Straußenpopulation) und haben den Cango Safari Park besichtigt. Hier nun unser Bericht: 1. Die Cango Caves: Nach 30km erreichen wir nach Fahrt in die Berge um Oudtshoorn herum die Tropfsteinhöhlen. Wir erfahren, dass es zwei Touren gibt, die "reguläre" Tour und die "Adventure" Tour, die 30 Minuten länger ist. Wir entscheiden uns für letztere, da wir für die länger Anfahrt nun ja auch etwas von der Höhle sehen wollen. Die Touren starten jede halbe Stunde und wir konnten sofort loslegen. ![]() Die Höhle besteht aus mehreren Kammern, wobei die erste Kammer aus einem riesigen Raum besteht und sehr beeindruckend ist. Der zweite Raum ist zwar "nur" 266m lang und damit deutlich kleiner, aber die Wände sind wunderbar ausgeschmückt. Alles ist sehr dezent ausgeleuchtet. ![]() Kammer 1 und 2 der Cango Caves. Noch haben wir viel Platz um uns herum.... Wir erfahren, dass nun der "Adventure"-Anteil der Tour beginnt und wir 1.200m weiter in das Höhlensystem gelangen werden (und retour auf dem gleichen Pfad), wobei der Weg teilweise sehr schmal sein wird, besonders gemeine Engstellen sind sogar mit einem eigenen Namen versehen, z.B. "Tunnel of Love", der aussieht wie ein Schlüsselloch, 10m lang ist und an der engsten Stelle nur etwas über 40cm breit. Ihm folgen "Devil´s Chimney" (Teufels Schornstein), der sowohl schmal, als auch steil nach oben geht und danach noch ein leicht abschüssiger Spalt mit dem Namen "Letterbox" ("Briefkasten", Päckchen passen hier wohl nicht...), der an der engsten Stelle knapp 30cm breit ist, dafür aber 5m lang. Die Rucksäcke müssen warten und wir setzen unseren Weg zunächst über eine enge steile Treppe fort, bei der schon die ersten Personen unserer Gruppe beschließen, das dies nun doch zuviel "Abenteuer" sei. Wir sind noch frohen Mutes und schaffen relativ problemlos den Tunnel of Love, wobei das Bewundern der Höhlenwände mittlerweile etwas in den Hintergrund gerät, da wir nun doch alle kräftig schwitzen bei Temperaturen von 32°C und einer Luftfeuchtigkeit von 90%, was durch die enge Höhle nicht gerade angenehmer wird. Nachdem alle wieder heil aus dem Briefkasten gerutscht sind, war der übrige Rückweg war dann gar nicht mehr so schlimm, wenn man auf dem Hinweg durchgepaßt hat, wird es auf dem Rückweg ja auch noch passen... Dies war wirklich ein Höhlenerlebnis" der besonderen Art, jedoch ist das Fehlen von Platzangst durchaus von Vorteil! 2. Straußenfarm: Viele Straußenfarmen sind in und um Oudtshoorn angesiedelt und viele davon kann man besichtigen. Wir entscheiden uns für die "Cango Ostrich Farm", die gerade mal 10km von der Tropfsteinhöhle entfernt liegt und treffen prompt auf Mitstreiter der Tropfsteinhöhlentour. Tja, die Wege der Touristen ähneln sich.... ![]() Um Oudtshoorn herum gibt es unzählige Straußenfarmen, hier Strauße mit Schafenherde. Der Besuch der Straußenfarm ist ja auch ein typisches Touristenprogramm, aber ein durchaus informatives. Wir erfahren, dass bis in den 1930er Jahren vor allem die Federn der Strauße ein gefragtes Gut waren, da sich die Damen von Welt gerne mit ihnen schmückten. Heute werden daraus v.a. Staubwedel hergestellt (wir haben eine solche Wunderwaffe zum Preis von umgerechnet 2 Euro erworben; wehe, es funktioniert nicht mit dem Staub, wir bringen sie zurück...) und nur noch 15% des Umsatzes kommt durch die Feder-Produkte. Heute ist v.a. das Leder und das Fleisch begehrt. Strauße sind recht unintelligente Tiere, was die Haltung der Vögel einfacher macht, man kann sie z.B. leicht überlisten und so zieht ein Brutpaar ständig fremde Kinder auf, weil sie nicht merken, dass sie einfach immer gegen neue Küken ausgetauscht werden... Jeder Strauß braucht täglich 4kg an Nahrung, die er in Form von Mais-Klee-Pellets zu sich nimmt, d.h. sie sind ständig am Picken und sehr gefräßig. ![]() Die sehen irgendwie fröhlich aus, ich gleich weniger... Ob ich freiwillig noch einmal eine Gruppe von Straußen (die hinter einem Zahn waren) füttern würde, weiß ich nicht. Sobald die Strauße den Eimer gesehen haben, haben sie wie die Irren von allen Seiten in den Eimer gepickt, wobei sie jedoch recht zielgenau nur das Futter genommen haben, aber da war ich mir in dem Moment nicht so sicher.... Auf das Angebot, auch einmal den Eimer zu halten, hat auch hier Joachim gerne nach mir verzichtet... ![]() "Holt mich hier raus, ich bin kein Star!" 3. Cango Safari Park Nach soviel Abenteuer haben wir beschlossen, den Tag gemütlich mit einem Besuch in einem kleinen Zoo abzuschließen, wo man neben Raubkatzen auch Krokodile und Nilpferde sehen kann. Und da man ja nicht davon ausgehen kann, dass man alle in Südafrika heimischen Wildkatzen auch tatsächlich in freier Wildbahn sehen kann, wollen wir sie uns lieber einmal im Tierpark. Sehr schön fanden wir, dass jeder Besucher im Rahmen einer Tour durch die Anlagen geführt wird, wo vieles über die Tiere erklärt wurde und auch genügend Zeit blieb, alles anzusehen. Die Gehege waren ausnahmslos sehr nett gestaltet und die Tiere waren nicht einfach "hinter Gittern". ![]() Auch Geier sind schöne Tiere und ein begehrtes Fotomodel ![]() Fanden wir sehr hübsch: Ein Marabu Am Ende der Tour kam dann der Höhepunkt, die Raubkatzenanlagen. Hier konnten die Besucher die Tiere von einer Art Hängebrücke aus ganz ohne Gitter etc. beobachten und man konnte exellent sehen. ![]() Am Ende der Führung konnte, wer wollte, noch gegen eine Spende die acht Monate alten Gepardenjungen sehen. Für mich war klar, das will ich definitiv machen. Joachim war nicht so überzeugt, er meinte, wir hätten doch alles schon sehr gut gesehen, besser könne es ja kaum noch werden. Ich habe aber nicht locker gelassen und so wurden wir gegen eine für europäische Verhältnisse moderate Spende zum Gehege der kleinen Geparden geführt und durfen nach Desinfektionsmaßnahmen in Begleitung von drei Mitarbeitern des Zoos das Gelände betreten. Nach einer kurzen Erläuterung wie wir uns verhalten müssen, durften wir die Geparden streicheln, die das völlig cool hingenommen haben, sich wie eine Hauskatze zur Seite gerollt und angefangen haben zu schnurren (im Ernst, die haben ähnliche Laute wie unsere Katze von sich gegeben!!!). Auch Joachim hatte mittlerweile ein dickes Lächeln im Gesicht. ![]() Mehr Bilder nach unserer Rückkehr.... Zur Feier des Tages sind wir dann noch in ein vom Guest House empfohlenes Restaurant gegangen ("Kalinka"), wo es zur Begrüßung gleich einen Wodka gab. Ob das Essen wirklich russische Küche war, können wir nicht sagen, dafür waren wir zu selten russisch essen, aber es war zumindest sehr, sehr lecker. Ein gelungener Abschluß für den schönen Tag. | |
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