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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Samstag, 26. Januar 2008 Auch in unserer neuen Unterkunft haben wir sehr gut geschlafen. Da es bereits um 6:00 Uhr morgens taghell ist und die Sonne scheint, stehen wir auch früh um kurz nach sieben Uhr auf. Danach machen wir uns auf den Weg in das Shopping Center auf der anderen Straßenseite, da dort ein Internet Cafe ist. Erstaunlicherweise ist Knysna der mit Abstand touristischste Ort, den wir bislang besucht haben, aber Internet ist nicht so einfach verfügbar. Schließlich dauert es aber nur wenige Sekunden und wir haben unsere Homepage aktualisiert und wir fahren zum Hafen. Der Hafen ist aufwendig restauriert und nennt sich nun "Waterfront" und in einer sehr sterilen Atmosphäre sind Geschäfte und Restaurants untergebracht. Darüberhinaus werden von hier Bootsfahrten auf der Lagune angeboten. Knysna hat keinen direkten Meerzugang, sondern Felsen bilden einen natürlichen Hafen, die von einer schmalen Öffnung durchbrochen ist. Rechts und links hiervon sind die Felsen sehr steil aufgetürmt und bilden die sog. "Heads". Während der östliche "Head" ein Wohngebiet ist und viele Häuser trägt (und wir hier am Vorabend ja in einem Restaurant waren), ist der westliche Felsen ein Naturschutzgebiet, das "Featherbed Nature Reserve". Wir entscheiden uns aus der Vielzahl der Angebote schließlich für eine Kombination auf Bootsfahrt auf der Lagune mit geführter Wanderung auf dem westlichen Head im Naturschutzgebiet, welches nur mit einem Boot erreicht werden kann. Als wir starten ist es sehr nebelig und die umgebenden Berge sind oben durch Wolken verhüllt. So ähnlich muß der Tafelberg in Kapstadt aussehen, der ja auch sehr oft oben von Wolken verhüllt ist. Der Wasserstand in der Lagune ist oft sehr flach und da heute Samstag ist, ist auf dem Wasser sehr viel Treiben, von Fischern, Schwimmern, Fußgängern oder anderen Booten. ![]() Die Lagune in Knysna, heute war es ein sehr nebeliger Tag und die Bergkuppen waren oben von Wolken verhüllt. ![]() Blick auf Leisure Island eine Halbinsel in der Lagune, mit einem schönen Sandstrand und tollen Häusern Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir die Anlegestelle des Featherbed Nature Reserve, wo wir die Fähre verlassen. ![]() Anlegestelle für das Featherbed Nature Reserve am westlichen Head Ca. 50 weitere Fahrgäste (nahezu alle einer schwedisch-norwegische Reisegruppe angehörend) und wir setzen uns in offene Wagen, die von einem Traktor auf den Gipfel des Head gezogen werden. Durch den dichten Nebel kann man den Eastern Head teilweise nur schwer sehen. Wir halten an wunderschönen Aussichtspunkten an: ![]() Blick von einem Aussichtpunkt im Featherbed Nature Reserve auf den Eastern Head (noch im Nebel verhüllt) Wie immer erhalten wir zahlreiche Informationen von unsere Führerin, die uns alles über die Geschichte von Knysna bis hin zu den (Heil-)pflanzen am Weg berichtet. Wir erfahren, dass die Meerenge bzw. Hafeneinfahrt zwischen den Heads auf Grund einer sehr tückischen Strömung, flachem Wasser und zahlreichen unter Wasser liegenden Felsen als eine der gefährlichsten Welt gilt und es sehr strenge Regeln gibt, wer sie durchfahren darf (Motorboote nur wenn sie zwei Motoren haben, Segelboote nur, wenn sie einen Hilfsmotor haben etc.). Im Nebel sieht die Enge für uns recht harmlos aus, jedoch brandet der indische Ozean mit gewaltiger Brandung an die der Küste vorgelagerten Felsen, ein schöner Anblick. Nach mehreren Stopps bei diversen Aussichtsplattformen wird es ernst: Wir sollen über einen 2,2km langen Wanderweg zurück zur Haltestelle laufen, wer nicht mag, kann aber auch wieder mit dem Traktorfahrer im Anhänger mitfahren. Erstaunlicherweise entscheidet sich fast die Hälfte der Gruppe für diese Option! Und damit entgeht ihnen ein traumhafter Wanderweg. Zuerst durch dichten Wald, immer wieder durchbrochen von phantastischen Aussichtsmöglichkeiten! Die immer schöner werden, da der Nebel sich mittlerweile komplett verzogen hat und der indische Ozean (wie man es ja bei diesem Ozean ja auch erwarte...t) herrlich blau-grünlich schimmert und die rötlichen Felsen einen wunderbaren Kontrast zu dem grünen Wald abgeben. ![]() ![]() Blick auf den Eastern Head und das offene Meer (indischer Ozean, rechts im Bild) ![]() Ein toller einsamer Strand... ![]() Ein Motorboot fährt zwischen den beiden Heads durch ![]() Der indische Ozean und die raue Küste bei Knysna ![]() Blick vom Western Head zurück in die Lagune und auf Leisure Island (rechts-hinten) Das Tempo ist sehr gemächlich und hintereinander gehen wir zurück in Richtung Fähre, als plötzlich alles stoppt und wir aufgefordert werden, ganz ruhig zu sein. Eine Puffotter nämlich hatte sich auf den Weg gelegt, war aber als wir ankamen schon von selbst auf den Weg ins seitliche Gehölz verschwunden. Alle sind erleichtert, auch wenn es wohl keine aggressiven Schlangen sind, so ist der Biss von ihr trotzdem oft tödlich. Mit der Tierwelt in Südafrika muß man immer rechnen, selbst wenn es "nur" gefährliche Schlangen sind. Kurz bevor wir die Anlegestelle erreichen, sehen wir das Gehege der Mini-Antilopen, die auf dieser Insel in Gefangenschaft leben und auf ihre Auseilderung warten. Sie sind sehr klein, ca. 20 bis maximal 30cm groß und sehr niedlich. Bevor die Fähre uns wieder zur Waterfront bringt, wird uns ein sehr opulentes Lunch auf einer gemütlichen Terrase serviert, wir sind angenehm überrascht und lernen bei dieser Gelegenheit Colin aus England kennen, der 36 Jahre alt ist und fünf Wochen lang alleine durch Südafrika reist. Wir unterhalten uns so nett, dass wir nach der Rückkehr in Knysna noch einen Kaffee bzw. Tee trinken und uns für heute abend verabreden. Die Zwischenzeit nutzen wir für einen Ausflug zum East Head, hier kann man problemlos mit dem Auto hinfahren (haben wir gestern ja bereits gemacht, aber da war es aber schon dunkel). Auf dem Weg dorthin passiert man eine wunderschöne Lagunenlandschaft mit flachem Wasser, grünen Gräsern und vielen Wasservögeln. ![]() Die Lagune von Knysna zeigt bei Ebbe wunderschöne Gräser mit vielen Wasservögeln Der Parkplatz am East Head ist total überfüllt und der Schwarze Parkanweiser bzw. -autobewacher weist hektisch die Leute hin und her. Zum Glück haben ja fast alle so wie wir ein kleines Auto und so finden wir schon nach sehr kurzer Zeit eine Parkmöglichkeit. Auf dem Rückweg halten wir noch kurz in Leisure Island an, es ist eine sehr gepflegte Halbinsel in der Lagune und hat einen schönen Strand, an dem wir noch kurz spazieren gehen. ![]() Die Knysna-Lagune im Abendlicht Neben unserem Guest House ist ein Platz mit vielen Restaurant und Bars und so finden wir mit Colin dann auch ein schönes Restaurant mit einem Tisch auf dem Balkon mit Blick über den ganzen Platz und haben eine sehr netten Abend. Colin berichtet uns, dass er im Wilderness National Park, der einige Kilometer westlich von Knysna liegt, eine tolle Kanutour unternommen hat. Dies klang so toll, das werden wir uns für morgen vornehmen! | |
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