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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Sonntag, 27. Januar 2008 Heute wollen wir eine Kanutour machen, also brechen wir zeitig auf und fahren in den Wilderness Nationalpark, der einige Kilometer westlich von Knysna ebenfalls an der Küste gelegen ist. Dort findet sich noch dichter Urwald, zahlreiche Lagunen und eine reiche Tierwelt, v.a. Wasservögel. Wir sind nicht wirklich Profis was das Fahren mit einem Kanu angeht, sind aber frohen Mutes, als wir bei "Eden Adventures" im Nationalpark anhalten und uns ein Kanu mieten. Nach einer kurzen Einweisung geht es los: Joachim hinten, ich in der Mitte, die Wersachen gut in wasserdichten Eimern verstaut. Die Strömmung ist sanft, trotzdem geht es flußaufwärts und bereits nach wenigen hundert Metern fangen meine Arme an, zu lahmen. Nach einigen Kurven finden wir einen annähernd gleichen Rhythmus und kommen nun recht gut voran. Nach kurzer Zeit sind wir rechts und links von hohen Hügeln, die mit einem sehr dichten grünen Wald bewachsen sind, umgeben. ![]() Urwald und Fluß im Wilderness Nationalpark. Es sieht traumhaft schön aus. Zum Glück ist es heute bedeckt, sonst würden wir ganz schön in der Sonne braten. An vielen Stellen ist der kleine Fluß zu flach, um zu paddeln, so dass wir das Kanu über die Flachstellen hinweg ziehen müssen. Nach einer knappen Stunde erreichen wir den vorgesehenen Endpunkt, der Fluß ist nun sehr steinig und ein Weiterfahren nicht mehr möglich. Wir ziehen das Kanu weit auf das helle Ufer (damit es hoffentlich nachher auch noch da ist) und gehen wie von der Dame im Kanuverleih empfohlen zu Fuß am Flußufer entlang. Dann sollen wir in ca. 40 Minuten einen Wasserfall mit Bademöglichkeit erreichen. Auf der linken Uferseite flußaufwärts sehen wir ein kleines Schild mit dem Piktogramm zweier Füße und zahlreiche wirkliche Fußspuren im Sand auf einem schmalen Weg. Auf der rechten Seite sehen wir keinen Weg, also laufen wir wie angezeigt auf der linken Seite. Bereits nach wenigen Metern hört der ohnehin schon schmale Pfad fast gänzlich auf und wir schlagen uns mühsam durch das dicke Unterholz. Viele Bäume haben Dornen und die vielen brombeerähnlichen Sträucher auf dem Boden machen in Sandalen auch nicht wirklich Spaß, aber tapfer gehen wir weiter und erreichen nach 40 Minuten keinen Wasserfall. Stattdessen kommt uns ein einsamer Wanderer entgegen, der gerade umgekehrt war, da er den Wasserfall nicht finden konnte und den Weg so mühsam fand, dass er keine Lust auf mehr hatte. Wir wollen eigentlich jetzt noch nicht so einfach aufstecken und schauen uns die Umgebung genau an und entdecken auf der anderen Uferseite plötzlich eine aufgeschichtete Steinwand und es sieht so aus, als verliefe ein Weg über sie hinweg. Also queren wir den Bach und finden tatsächlich einen Weg, der zwar schmal, aber im Vegleich zu dem, was wir bisher hatten, einfach genial war. ![]() Und so sieht der "richtige" Trail aus, angenehm zu gehen!! Ein kurzer Blick auf die Informationskarte, die uns der Kanuverleih mitgegeben hatte, zeigte, dass es so falsch nicht sein konnte, also folgten wir dem Weg nochmals für 15 Minuten, als endlich ein Schild "Wasserfall" uns bestätigte, dass wir auf dem richtigen Weg seien. Der Wasserfall bestand aus zwei kurz hintereinander liegenden ca. 10 -15m Fällen, die in der Landschaft aus grauem Stein und tiefgrünen Bäumen ganz hübsch aussahen. ![]() ![]() Nach einer kurzen Pause drehten wir jedoch um, beschlossen nur noch den gut ausgebauten Weg auf der rechten Flußseite zu gehen und kamen zügig voran. An der Steinmauer schauten wir auf die Uhr, um abschätzen zu können, wann wir am Ufer mal wieder nach unserem Boot suchen müssen. Nach 10 Minuten bereits sahen wir es auf den Steinen liegen, d.h. wir haben für den Rückweg gerade einmal 10 Minuten gebraucht, wofür wir auf dem Hinweg eine knappe Stunde benötigt hatten. Wie ärgerlich!! ![]() Hurra, das Kanu ist noch da! Doch das Paddeln nun mit der Strömung entschädigte wieder ein bißchen und wir erreichten sehr zügig wieder den Kanuverleih. Schade, nun hatten wir uns gerade gut eingepaddelt. In Knysna hatten wir uns bereits am Vortag für einen Sunset Cruise auf der Lagune angemeldet, hier soll es dann mit einem Katamaran durch die berüchtigte Enge zwischen den beiden Heads auf den Indischen Ozean gehen. Da die Abfahrt bereits für 17:00 Uhr vorgesehen sind, beeilen wir uns etwas, schaffen aber pünktlich bei der Reederei anzukommen. Der Katamaran fährt vor und wir erwarten zahlreiche Mitreisende, denn das Schiff ist sehr groß, doch die Dame von der Reederei erzählte uns, dass das bedeckte Wetter wohl viele Leute abgeschreckt habe und wir nun nur insgesamt vier Gäste sein (bei drei Besatzungsmitgliedern). Wie angenehm. ![]() ![]() Der Skipper setzt die Segel und langsam gleiten wir bei recht flauem Wind dahin, sehr schön. ![]() Im Hintergrund Eastern (links) und Western (rechts) Head. ![]() Hier sind wir der Hafenausfahrt und den Heads schon sehr viel näher Ob durch die Heads hindurch gefahren werden kann, wird bei jedem Törn individuell entschieden, heute ist es aber okay und nachdem wir alle eine Schwimmweste übergezogen haben, geht es los. Obwohl das Meer um uns herum einen recht ruhigen Eindruck macht, schaukelt der Katamaran doch ganz ordentlich. Die Schwimmweste erscheint aber zum Glück nicht wirklich erforderlich. ![]() Geschafft, wir haben die Heads passiert und schauen nun vom indischen Ozean auf die Knysna Lagune zurück Auf dem Ozean ist mehr Wind, so dass wir ganz ordentlich Fahrt aufnehmen können und ich finde es schade, als wir nach einer Stunde wieder umkehren. Auch diesmal gelingt die Fahrt durch die Heads ohne größer Turbulenzen und wir hören, es sei ein sehr ruhiger Tag. Gestern sei es sehr stürmisch gewesen und einige Passagiere seekrank. Na, da haben wir ja noch einmal Glück gehabt! | |
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