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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Mittwoch, 30. Januar 2008 Zum Glück wartet heute der Addo Elefant Nationalpark auf uns auf den wir uns schon sehr freuen, denn das Verlassen unserer traumhaften Unterkunft fällt uns nicht leicht! Wir könnten uns wirklich gut vorstellen, hier einmal eine Woche zu sein, zwar gibt es nicht so viel, was man unternehmen könnte, aber mit einem guten Buch auf dem Balkon oder auf dem bequemen Sofa direkt vor dem Fenster, das könnte man schon gut aushalten! Da wir im Addo Elefant Park leider nur eine Nacht reservieren konnten (alles schon ausgebucht im Dezember) stehen wir bereits um 6:00 Uhr auf, um möglichst früh aufzubrechen und noch viel dort verbringen zu können. Frühstück gibt es im Restaurant ab 7:30 Uhr und da sitzen wir nun als erste Gäste auf dem Balkon und erblicken tatsächlich einige Delphine, die direkt hinter der Brandung im Meer hüpfen. Gestern bereits hatten Wanderer berichtet, dass sie auf dem Ottertrail Dephine gesehen hätten, dies war uns aber nicht gelungen. Dafür heute... ![]() Delphine im Indischen Ozean Die Fahrt zum Addo Park ist weiter, als wir vermutet hätten. Zunächst müssen wir ca. 160km bis Port Elisabeth zurücklegen und von dort aus geht es dann noch einmal gut 40km auf einer teilweisen sehr schmalen Straße, die mit einigen Schlaglöchern gespickt ist, weiter. Die Landschaft ist sehr einsam und man kann sich kaum vorstellen, dass nun eine der beliebtesten Nationalparks Südafrikas auf uns wartet. Doch tatsächlich sind wir dann doch um 12:00 Uhr endlich im Hauptcamp des Addo Parks. ![]() Einfahrt in den Addo Elephant Park (Addo Main Camp) Da wir unsere gemietete Rundhütte noch nicht beziehen können, fahren wir sofort weiter ins "Game Reserve", d.h. in in den eigentlichen Wildpark hinein. Das Camp selbst ist eingezäunt, so dass man im Camp ohne Angst vor wilden Tieren sich bewegen kann. Damit es auch wirklich mit den Elefanten klappt, buchen wir noch eine geführte Safari-Tour ("Sunset Cruise" um 18:00 Uhr) und lassen uns auf der Karte zeigen wo "viele Elefanten" zu finden sind. Joachim und ich sind gespannt, ob wir denn wirklich Elefanten sehen werden, schließlich ist das hier ja kein Zoo! Und wir schließen eine Wette ab, wer wohl zuerst einen Elefanten sieht. Die Wette habe ich gewonnen (nur drei Minuten nach Einfahrt in den Park!!!), wobei man natürlich sagen muß, dass Joachim als Autofahrer deutlich benachteiligt war. ![]() Unsere "erste Elefantenherde, die wir nur drei Minuten nach Passieren der Einfahrt entdeckt haben, sie gehen auf ein kleines Wasserloch zu (auf dem Foto hier sieht man ganz gut, dass die Elefanten hervorragend in der Landschaft getarnt sind) Eine Elefantenherde maschiert ca. 150m entfernt von uns auf ein kleines Wasserloch zu. Wir halten einfach am Straßenrand an und beobachten das Treiben. Vorallem das Elefantenbaby ist natürlich sehr niedlich. Fröhlich bespritzen die Elefanten sich mit Wasser, als einige Strauße hinzukommen, die ebenfalls die Wasserstelle nutzen wollen. Sie werden jedoch sofort vom Elefantenbullen verjagt. Tja, da weiß man gleich, wer hier der Chef ist. ![]() Der Elefant ist Herr über das Wasserloch, ist doch klar, oder? Eigentlich hätten wir erwartet, dass nun massenhaft andere Autos ebenfalls sich zu uns gesellen, aber obwohl der Park ja offiziell ausgebucht ist, ist es hier erstaunlich einsam. Wir fahren nun weiter zur nächsten Wasserstelle, die uns als "Elefantensicher" vorgestellt wurde. Und hier kommen wir aus dem Staunen tatsächlich nicht mehr heraus: Ca. 40-50 Elefanten stehen im und um das Wasser herum und wir sind gerade einmal 20m entfernt. ![]() Hier nur eine kleine Auswahl an Elefanten, die haben einfach nicht mehr alle auf ein Bild gepasst. Wir waren sehr, sehr beeindruckt. Elefanten können es ja durchaus auch mit einem PKW aufnehmen, so ist uns zunächst etwas mulmig, als sie näher an unser Auto herankommen, aber sie scheinen uns überhaupt nicht wahrzunehmen. Mittlerweile kommt ein weiteres Auto, die Insassen sind vollkommen entspannt und wir unterhalten uns durch die offenen Fenster. ![]() Sieht aus wie ein Baby, war aber schon ziemlich groß, mit den Füßen schaufelt er Essbares zusammen Plötzlich kommt ein einsamer Büffel auf die Elefantenherde zu, auch dieser wird ignoriert und darf mit den Elefanten in das Wasser. Da scheinen die Kräfte zwischen den Spezies wohl ausgewogen zu sein.... ![]() Der einsame Büffel. Büffel können sehr aggressiv sein, zum Glück ist er -noch- weit weg (und wir haben ein starkes Teleobjektiv....) ![]() ...und schließlich verschwindet auch der Büffel im Wasser Schließlich fahren wir noch zu einem dritten Wasserloch, welches uns von den Rangern empfohlen wurde, es ist einige Kilometer entfernt. Auf dem Weg dorthin begegnen wir noch einer Straußenfamilie und wenigen Zebras. ![]() Der weite Weg hat sich aber auf alle Fälle gelohnt, an diesem dritten Wasserloch sind noch mehr Elefanten, wir schätzen mindestens 60 und weit und breit außer uns kein anderes Auto. ![]() Schlammbäder sind sehr beliebt... Wir bringen uns in Position und was vor unserer Windschutzscheibe abläuft ist grandios. Einige Elefanten wälzen sich bereits mit großer Begeisterung im Schlamm. Ab und zu wir einer von seinen Artgenossen geneckt, was mit lautstarkem Trompeten beantwortet wird. Einige Elefanten fangen einen kleinen Steit an, die meisten sind jedoch sehr relaxt. Wir werden -zum Glück- überhaupt nicht beachtet. ![]() ![]() "Jetzt aber schell... ![]() ... bevor hier ein anderer Elefant im Schlamm liegt!" Von allen Seiten strömen weitere Elefantengruppen auf das Wasserloch zu, während andere, die fertig sind, sich entfernen. Eine Elefantenfamilie geht sehr dicht an uns vorbei. Es gibt viele kleine Elefanten, die jedoch nicht von der Seite der Mutter weichen und von der gesamten Herde immer sofort in die Mitte genommen werden. Es ist geniales "Autokino". Die Zeit vergeht wie im Flug und leider wir müssen dann irgendwann aufbrechen, weil im Park eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40km/h herrscht und wir vor der geführten Tour noch unser Zimmer beziehen wollen. Kurz vor dem Verlassen des Parks sehen wir dann noch einen Kudubullen, der direkt neben der Fahrbahn in den Büschen steht. Er ist erstaunlich groß (es ist die zweitgrößte Antilopenart) und sehr, sehr hübsch mit seinem bunten Gesicht und den langen, in sich gedrehten Hörnern. ![]() Unsere gemietete Rundhütte ist niedlich ![]() und wir haben von unserer kleinen Terrasse direkten Blick auf das Wasserloch des Camps ![]() und prompt findet sich auch ein einsamer Elefantenbulle zum Trinken ein (ist aber schon weg, als endlich der Fotoapparat bereit ist, daher nur ein Foto mit Warzenschwein...). Die geführte Wildbeobachtungsfahrt beginnt dann pünktlich um 18:00 Uhr und jeweils 10 Passagiere werden einem Fahrer zugewiesen. "Hatman" unser Führer ist frohen Mutes, dass wir einige Tiere zu sehen bekommen, was dann auch tatsächlich so ist, hier ein ein paar Impressionen : ![]() Links: Schakal, mitte: Crowned Lapwing, rechts: Leopardenschildkröte (war größer als man denkt: ca. 40cm breiter Panzer!) ![]() Das ist ein sog. Burchell´s Zebra, da es zwischen den schwarzen Streifen noch einen braunen Streifen hat Auf einer abgelegenen Wiese des Parks dürfen wir dann alle ausnahmsweise aussteigen und es werden Getränke, die man vorher auf einer Karte auswählen durfte, serviert. Langsam geht die Sonne unter, ein schöner Anblick und kurze Zeit später sind wir wieder unterwegs und auch im Dunklen sieht man doch viele Tiere. Unsere Mitfahrer möchten unbedingt einen Löwen sehen, dies gelingt uns nicht, aber wir beide sind sehr zufrieden, wir haben heute sooo viele tolle Tiere gesehen! Nicht verschweigen wollen wir, dass wir abends noch beim Eintreffen an unserer Hütte mit dem Fernglas zwei Hyänen an der beleuchteten Wasserstelle sehen.... ![]() Bye, bye! Wir würden jederzeit gerne wiederkommen! ...und als kleine Gedächtnisstütze für uns: Tiere, die wir heute gesehen haben... Delphine, Elefanten, Strauße (mit Nachwuchs), Zebras (Burchell´s Zebra), Warzenschweine, Büffel, Kudu, Ehland (größte Antilopenart), Tsessebe (Leierantilope), Leoparden-Schildkröte, Schakal, Crowned Lapwing (Vogel), Porcupine (Stachelschwein, selten zu sehen, da bei Nacht sehr scheu auf Licht), Erdmännchen, Affen (keine Paviane) Am Wasserloch: Elefantenbulle, Warzenschweine, nachts: 2 Spotted hyaena (Fleckenhyänen) | |
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