Donnerstag, 31. Januar 2008




Heute verlassen wir jetzt zunächst einmal den Süden von Südafrika und fliegen für den Mittelteil unserer Reise nach Durban, wo wir uns aber nicht lange aufhalten wollen, sondern sofort noch weiter nördlich an die Küste nach St. Lucia fahren werden.

Wir haben von Deutschland aus bereits einen Flug von Port Elisabeth nach Durban gebucht und da wir bereits um 11:00 Uhr fliegen brechen wir zeitig auf, erreichen aber schon nach 1h 15 min den Flughafen. Das Abgeben unseres Mietautos ist völlig problemlos und uns bleibt viel Zeit, auf dem Flughafen in aller Ruhe in einem Coffeshop noch einen schönen Cappucino zu trinken. Internet gibt es auch gegen eine geringe Gebühr und so können wir endlich mal wieder unsere Homepage aktualisieren.

Der Flug startet pünktlich, da aber nur 5 Minuten später eine weitere Maschine der Kualua-Airlines auch nach Durban fliegt, kommt es zu kleinen Verwirrungen beim Einchecken, da für beide Maschinen das gleiche Gate angezeigt wird, es aber tatsächlich zwei Maschinen sind. Wir dürfen schließlich zu Fuß zum Flugzeuge gehen und kurze Zeit später sind wir auch schon gestartet.

Flug Port Elisabeth  nach Durban
Es geht los: Heute fliegen wir von Port Elisabeth nach Durban weiter


Southafrican Airways enttäuscht auch hier nicht. Es gibt Orangensaft, Getränke von der Bar und einen Mittagessen, während wir in Sichtweite der Küstenlinie eine gute Stunde nach Norden unterwegs sind. In Durban kommen dann zum Glück auch beide Koffer heil an, so dass wir uns in Richtung zum Autovermieter begeben.

Gebucht haben wir einen Geländewagen mit Automatik, damit wir beim Rechtslenker nicht auch noch links schalten müssen, wenn wir schon auf der falschen Straßenseite fahren.... Aber ein solcher Wagen ist - obwohl gebucht - nicht vorrätig. Ein Mitsubishi Outlander mit Automatik wird uns dann aber nach ca. 20 Minuten doch aus irgendeinem Stützpunkt angeliefert. Es beginnt der ausgiebige Check des Wagens, jeder kleinste Kratzer wird notiert und dies sind einige, denn das Auto hat schon viele davon. Durban soll eine sehr hohe Kriminalitätsrate haben, wir fahren also direkt vom Flughafengelände auf die Autobahn und entfernen uns zügig aus dem Stadtgebiet. Einige Kilometer hinter Durban halten wir noch einmal an einem Einkaufszentrum an, was einer Mall in den USA oder einem europäischen Einkaufscenter ähnelt, leider gibt es hier aber keinen Coffee-Shop...

Unser heutiges Ziel ist St. Lucia, 300km nördlich von Durban im gleichnamigen St. Lucia Wetland Park, einer Lagunenlandschaft, die von der Unesco zum Weltnaturerbe ernannt wurde. Hier soll es unter anderem viele Nilpferde und Krokodile zu besichtigen geben.

Die Straße N2 ist exzellent ausgebaut und wir kommen sehr zügig voran, das neue Auto fährt sehr gut und angenehm ist, dass wir im Geländewagen etwas erhöht sitzen (dies war ja auch unsere Intention für die Nationalparks, damit wir vielleicht mehr Tiere sehen...). In dem quirligen Ort Mtubatuba biegen wir auf eine kleine Landstraße ab und erreichen schließlich unser Ziel. St. Lucia ist ein subtropisch anmutender kleiner Ort, der sich augenscheinlich voll auf die Touristen eingestellt hat. In der Hauptstraße reiht sich ein Hotel und Bed-&-Breakfast an das andere. Unsere Unterkunft ist das "Hippo Hideaway" und ist mal wieder genial. Alles sehr gepflegt, ein riesiges Zimmer, nagelneues Bad und eine voll ausgestattete Küche. Während ich noch mit der Dame an der Rezeption bespreche, welchen Bootsanbieter wir morgen für eine Sightseeing-Tour buchen sollten, lädt Joachim schon die Taschen aus, als plötzlich viele Affen erscheinen und sich schon mit dem Transport unseres Gepäcks behilflich machen wollen, hat Joachim alle Hände voll zu tun, alles schnell in Sicherheit zu machen. Ich möchte mir das Treiben auch gerne ansehen, aber als ich nur wenige Minuten später aus der Rezeption komme, sind alle Affen schon wieder verschwunden.

Der wunderschöne Pool ist sehr verlockend

Unser Pool in St. Lucia

und nach einem erfrischenden Bad dort und einem Chat mit der Besitzerin der Anlage besuchen wir heute auf Empfehlung das "Ocean Basket"-Restaurant. 10 Minuten bevor wir dort eintreffen, fällt wie schon befürchtet der Strom aus, aber wir hoffen, dass das Lokal sich darauf einstellt hat. Unglaublich, in Deutschland wäre warscheinlich alles zusammengebrochen, aber hier schaffen sie es irgendwie, das vollbesetzte riesige Lokal zu bedienen, alle haben eine Kerze auf dem Tisch und eine schwache Notbeleuchtung gibt es auch. Nur keine Pommes Frites, die Friteuse geht definitiv nur mit Strom, aber das ist kein Problem für uns, Reis ist ja auch lecker und wir bestellen eine riesige Portion Seafood.

Pünktlich nach der Vorspeise gehen plötzlich wieder zur Freude sämtlicher Personen im Ort die Lichter wieder an, der Strom ist wieder da. Das Essen war dann auch sehr delikat und wir erfahren, dass es sich hier um eine Restaurantkette handelt. Sollten wir sie noch einmal antreffen, dann werden wir definitiv dort noch einmal essen gehen. 
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