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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Sonntag, 03. Februar 2008 Heute steht eine lange Autofahrt von ca. 600km an, wir wollen in den Norden nach Nelspruit fahren, von hier aus soll es dann zum Krüger Nationalpark weitergehen. Schweren Herzens verabschieden wir uns vom Hilltop Camp, hier hat es uns ausgezeichnet gefallen! Beim Frühstücksbuffet genießen wir den letzten Blick auf die hügelige Landschaft und entdecken auf dem gegenüberliegenden Hang einen einsamen Elefanten grasen. Die Fotoapparate der Nachbartische glühen heiß, wir haben unseren natürlich ebenso wie das Fernglas schon für die Fahrt eingepackt. Wir tanken noch einmal an der Tankstelle im Camp und wie überall wundern wir uns, dass nirgendwo die Preise für Benzin vermerkt sind, bis wir feststellen, dass sie überall gleich hoch, weil staatlich verordnet sind. Bei einem Literpreis von etwas über 70 Cent pro Liter ist das Tanken nun fast ein Vergnügen. Auch im Nationalpark wird man natürlich bedient, dh. muß / darf nicht selbst tanken und bekommt jedes Mal eine super Windschutzscheibenreinigung. ![]() Beim Tanken treffen wir auf einen Südafrikaner, der mit seinem Geländewagen vorfährt und uns fragt, ob wir Tiere gesehen hätten. Wir berichten über die Elefantensichtung heute morgen und über unsere reichhaltigen Tiersichtungen am Vortag, die ich ihm anschließend sogar noch auf seiner Karte zeige, da mir die Zulunamen der einzelnen Orte nicht eingängig genug sind, als dass ich sie lange behalten könnte. Er scheint über unsere Auskunft nicht zufrieden und wir denken, vielleicht wäre er in einem Zoo besser aufgehoben. Da wir ja auf dem Hinweg zum Camp keinerlei Tiere gesehen hatten machen wir uns auch für den Rückweg keine Hoffnungen, doch dieses Mal sehen wir direkt hinter der Campausfahrt eine große Büffelherde mit einigen Zebras auf einem Hügel grasen. Gut, dass wir eine Geländewagen haben, hier ist das Gepäck ja von innen zugänglich und ich klettere auf den Rücksitz, um Fotoapparat und Fernglas zu holen (Aussteigen ist im ganzen Park bis auf wenige Ausnahmen aus Sicherheitsgründen verboten). Einige Kilometer weiter sehen wir einen Safariwagen, dessen Insassen uns heftig gestikulierend zeigen, dass wir anhalten sollen. Wir tun dies, können aber keinerlei Tiere oder ähnliches erkennen. Als wir uns durch das offene Fenster verständigen, erfahren wir, dass in dem Dunghaufen vor uns auf der Straße ein Dung-Beetle (Käfer, siehe Foto von gestern) sitzt, der gerettet werden soll. Vorsichtig fahren wir an ihm vorbei, ja, Dung-beetle haben Vorfahrt... Eine kleine Giraffenherde nur wenige Meter neben der Straße versüßt uns dann noch einmal den Abschied aus dem Park, begleitet von der bislang größten Zebraherde die wir bisher gesehen haben in direkter Nachbarschaft. ![]() Als wir gerade fotografieren hält neben uns der Südafrikaner von der Tankstelle an und berichet in leicht mürrischem Ton, er sei enttäuscht, gar keine Tiere in Sicht! Wir deuten auf die Giraffenherde nur wenige Meter von uns entfernt und auf die Zebras die sich gerade auf den Weg zu einer neuen Futterstelle machen. Na, wenn das nicht reicht, dann Good Luck. Joachim meint, vielleicht sollte er mal zum Augenarzt gehen.... Nach Nelspruit könnte man auch einen Weg quer durch das Swasiland (ein kleiner, eigenständiger Staat an der Grenze zwischen Südafrika und Botswana) nehmen, aber wir haben keine Lust auf umständliche Einreiseformalitäten haben, fahren lieber außen darum herum. Obwohl die N2 als große Hauptverkehrsachse in unserer Karte verzeichnet ist, so ist die Straße doch in einigen Teilen durch Schlaglöcher und sehr enge Fahrstreifen gekennzeichnet. Viele langsame LKW verzögern die Fahrt zusätzlich. Wir kommen langsam, aber zum Glück stetig voran und erreichen schließlich die N4, die als Mautroute von Johannisburg direkt nach Nelspruit führt. Hier kommen wir nun ausgezeichnet voran und fahren durch eine wunderschöne grüne bergige Landschaft. Wir freuen uns nach diesem kurzen Vorgeschmack schon jetzt auf unsere Fahrt auf der sogenannten "Panoramaroute", die wir nach dem Krügerpark in Angriff nehmen wollen. In Nelspruit wohnen wir per Zufall bei einer deutschen Auswandererfamilie, die den Namen "Schmidt" trägt und gleich umfängt uns eine "deutsche" Atmosphäre, die uns nach den Tagen in den Nationalparks etwas kurios anmutet. Das Zimmer ist wie immer super und wir bekommen sofort einen Kaffee serviert und erfahren, dass Familie Schmidt begeisterte USA-Reisende sind, das passt ja... Abends gehen wir in das "Oceans Basket" - Restaurant, was nicht nur in St. Lucia, sondern auch hier eine Filiale unterhält und essen so viel Fisch, dass wir nun fast zurück zur Unterkunft schwimmen könnten.... ...und als kleine Gedächtnisstütze für uns: Tiere, die wir heute gesehen haben... Zebra, Büffel, Dung-Beetle (Käfer), Giraffen, Elefant (aus dem Fenster beim Frühstück) | |
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