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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Donnerstag, 07. Februar 2008 Die Nacht ist kurz, um 5:00 Uhr morgens erhalten wir einen persönlichen telefonischen Weckruf, der uns an die Pirschfahrt um 5:30 Uhr erinnert. Natürlich gibt es vorher noch einen Kaffee bzw. Tee mit Gebäck für alle, bevor wir wieder zu den Safarifahrzeugen strömen. Jan ist leider krank und so muß Marvel heute alleine mit uns fahren und mit uns gemeinsam nach den Tieren Ausschau halten. Mit uns fährt heute morgen wieder die Familie von gestern abend. Nach kurzer Zeit begegnet uns eine Giraffe, die wie immer neugierig zu uns hinüber blickt. Wir erfahren, wie man männliche und weibliche Giraffen unterscheiden kann (Männchen kämpfen im Gegensatz zu den Weibchen heftig und haben daher kahle kleine Hörner auf dem Kopf, wo die Weibchen üblicherweise Haarbüschel aufweisen) und dass Giraffenkinder viele Feinde haben, obwohl sie ja bereits mit einer sehr staatlichen Körpergröße von ca. 2m auf die Welt kommen. Hauptfeinde sind sämtliche großen Katzen, inklusive - und das hätten wir nicht gedacht - Geparden. In der dichten Vegetation von Makalali mit vielen Hügeln sind die Giraffen besonders gefährdet, sie können auf Grund ihrer Größe hier nicht so sicher und schnell fliehen, da sie hier immer "den Kopf einziehen" müssen. Langsam pirschen wir über die vielen Schotterpisten von Makalali und entdecken nach einiger Zeit ein Löwenpärchen, welches vor uns ebenfalls die Schotterpiste benützt. Sie gehen unbeeindruckt weiter und wir halten einen gebührenden Sicherheitsabstand ein. ![]() Später hören wir über den regen Funkverkehr mit den anderen Guides, dass einer von Ihnen einen Leoparden gesichtet hat und wir machen uns nun auch schnell auf den Weg dorthin. Ein Leopard! Dies ist ein seltener Anblick und unser Guide berichtet uns, dass sie selbst Leoparden auch nur äußerst selten sehen, sie sind extrem scheu und verstecken sich sonst gerne im dichten Unterholz. Leider ist der Leopard sehr weit entfernt gesichtet worden und wir brausen los. Eine kleine Chance besteht ja, dass wir ihn noch antreffen. Das wäre wirlich schön. Da die Familie aus Deutschland heute bereits wieder abreist und einer Reisegruppe angehört, müssen wir leider die Suche nach dem Leoparden aus Zeitgründen erfolglos abbrechen, da wir das Ziel nicht mehr rechtzeitig erreichen würden, bevor die vier losfahren müssen. Wir sind schon ein wenig traurig... Vielleicht hätte es mit dem Leoparden ja geklappt. Marvel meint, vielleicht würden wir ihn ja heute nachmittag noch finden. Um 9:00 Uhr sind wir dann tatsächlich auf die Minute genau wieder im Camp, wo bereits das Frühstücksbuffet auf uns wartet, welches wieder mit den anderen Gästen an der langen Tafel eingenommen wird. Alle waren auf der Suche nach dem Leoparden aber keiner, auch die vor uns dort waren, hat ihn dann gesehen. Na ja, wir wollen mal nicht undankbar sein, so viele tolle Tiere, die wir schon gesehen haben! Und auch im Camp warten tolle Tiere auf uns, so haben wir bei unserer Rückkehr "Gäste" in unserem Baumhaus. Das ist ja auch ein idyllischer Platz, der anscheinend nicht nur den Menschen gefällt.... ![]() Später, als ich gerade am Frühstücksbuffet stehe und meinem Platz den Rücken zudrehe, klaut ein kleiner Affe in Windeseile sehr zur Erheiterung der anderen Gäste mein Toastbrot vom Teller und sitzt damit nun im Baum und freut sich riesig über sein Diebesgut (obwohl das Toast ihm augenscheinlich eher nicht geschmeckt hat und er es auch in der Folge einfach nur weiter in der Hand hält). Nach dem Frühstück reisen alle anderen Gäste ab und wir haben Schließlich das ganze Camp für uns alleine. Wir genießen den tollen Pool und werden mit Getränken und einem Lunch verwöhnt und wundern uns, dass denn ganzen Tag lang gar keine neuen Gäste kommen. Nach dem Kaffee (der für uns alleine serviert wird) geht es dann um 16:30 Uhr wieder auf Pirschfahrt. Der kranke Jan ist durch Derick ersetzt worden und wir machen uns auf in die Richtung, in der heute morgen der Leopard gesichtet wurde. Dort angekommen trifft Derick auf ca. fünf weitere Kollegen und bewaffnet mit einem Gewehr machen sie sich gemeinsam auf ins Unterholz um zu sehen, ob der Leopard noch da ist. In der Zwischenzeit holen wir Jill, eine junge Engländerin aus einem der anderen Camps ab, sie war eigentlich mit einer größeren Gruppe zu Reiterferien nach Südafrika angereist, ist aber vom Pferd gestürzt und nun etwas angeschlagen. Uns erreicht schließlich der Funkruf, dass der Leopard tatsächlich gefunden wurde. Wir fahren sehr zügig los (Leoparden wandern schnell weiter) und wir fragen uns schon, ob man ihn denn von der Straße aus sehen wird können. Doch von der Straße könnej wir ihn natürlich nicht sehen und so biegen wir mit dem Safariwagen ins Unterholz ein. Der Landrover ist ein geniales Fahrzeug, kleine Bäume sind kein Problem (sie werden einfach "überfahren") und auch sonst ist der Wagen extrem manövierfähig, was auch an den genialen Fahrkünsten unseres Guides liegt. Oft denken wir, nun sitzen wir aber richtig fest, aber irgendwie arbeiten wir uns langsam weiter voran, bis wir schließlich einen Leoparden hervorragend getarnt im Gras vor uns liegen sehen. Wie schön!! Wir erfahren, dass er noch nicht ausgewachsen ist, ca. 1 Jahr alt. Natürlich war er sehr niedlich... ![]() Er rührt sich nicht, als plötzlich ein Ruf ertönt und der Leopard aufspringt und weitergeht. Wir fahren ihm langsam hinterher und entdecken die Mutter, die schwer atmend auf einem Baumstamm liegt. ![]() Sie hat eine kleine Gingsterkatze gebracht, über die sich der kleine Leopard nun hermacht. Er trägt die Beute sofort zur Mutter auf den Baum als noch eine weiterer kleiner Leopard auftaucht, der sich unbeteiligt auf dem Boden zusammenrollt. Die Mutter ist wunderschön und hat ein tolles glänzendes Fell mit einem schönen Gesicht. Sie beäugt uns ruhig und wir halten einen respektvollen Abstand. Die Szenerie ist traumhaft und wir sind so ruhig wie möglich, um sie nicht zu zerstören. Der kleine Leopard kommt zur Mama, die er kurz mit dem Kopf anstupst. Die Mama steht auf und legt sich auf den Boden zu ihm, wo wir die wunderschöne Interaktion der beiden noch Stunden hätten beobachten können, aber es wird zunehmend dunkler und vor uns liegt noch eine Fahrt durch das dicke Unterholz, die unser Guide lieber nicht im Dunklen machen möchte (was wir sehr gut verstehen können!). Doch Marvel meistert auch dies routiniert und erhält tosenden Beifall, als wir endlich wieder eine Straße erreichen, wo wir dann auch umgehend unseren "Sundowner" einnehmen. Jill ist wie wir vollends begeistert und kann es nicht fassen, warum sie ihre Kamera nicht mitgenommen hat. Mittlerweile glaubt sie sogar, dass ihr Sturz vom Pferd doch ganz "gut" war, denn so hat sie viele tolle Dinge im Camp erlebt, u.a. einen Besuch bei einem Tierwaisenhaus und heute dann noch der Leopard, die ihre reitenden Mitreisenden alle verpasst haben. Wir werden Jill natürlich Fotos schicken, hier erst einmal ein kleiner Vorgeschmack: ![]() ![]() ![]() Nach der Fahrt werden wir wieder vom ganzen Team am Camp mit Fackeln empfangen, dieses Mal aber direkt zu unserer Hütte geleitet, wo in unserem Baumhaus bereits ein Candlelight Dinner vorbereitet ist. Auch wenn es jetzt kitschig klingt, perfekt war es, als im Hintergrund in der Ferne auch noch die Elefanten trompeteten... Kurz machen wir uns noch Sorgen, ob wir ungebetenen Besuch durch andere wilde Tiere bekommen könnten, aber nichts passiert natürlich. Eine Köchin begleitet von einem Fackelträger trägt nacheinander die Gerichte auf, alles ist gewohnt lecker und wir fallen nach einem tollen Tag todmüde ins Bett. Schließlich geht es morgen um 5:00 Uhr wieder weiter.... | |
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