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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Samstag, 09. Februar 2008 Heute morgen werden wir zum letzten Mal von einer freundlichen Stimme um 5:00 Uhr geweckt damit wir pünktlich auf unsere Pirschfahrt gehen können. Es wird unser letzter Ausflug vor der Abreise sein, wie schade! Wir holen wieder die gleichen holländischen Gäste von gestern in Nachbarcamp ab, heute sind sie etwas ruhiger (wie angenehm, vielleicht sind sie ja auch noch müde?). Unsere Guides möchten unbedingt, dass wir, Joachim und ich, die "Big Five" (Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel) auch in Makalali sehen und so machen wir uns auf die Suche nach dem Büffel, der uns in Makalali noch "fehlt". Die Holländer sind natürlich nicht begeistert, sie wollen keine Büffel suchen, sondern unbedingt das Nashorn endlich aus der Nähe sehen. Wir fahren zunächst die gleiche Strecke wie am letzten Tag ab, sie führt uns in eine eher "offene" Graslandschaft und jetzt verstehen wir auch, warum wir bereits gestern hier noch einmal entlang gefahren sind. Wir haben auch da schon den Büffel gesucht (wenn auch nicht gefunden), Büffel bevorzugen Graslandschaften. Aber auch heute sind wir nicht glücklich, den Büffel können wir trotz alle Suche nicht finden. Wir finden dies gar nicht so schade, wir haben in den anderen Parks schon so viele Büffel gesehen und unser Ehrgeiz ist es so und so nie gewesen, "die Big Five in Afrika abzuharken", also sehen wir es sehr entspannt, dass der Büffel sich nicht zeigt. Anschließend fahren wir in die Gegend, wo häufig Nashörner sind. Auch andere Safariwagen finden sich dort ein und gemeinsam suchen wir alle die Rhinos. Dies ist sehr schwierig. Die Tiere sind zwar riesig, aber die Vegetation ist sehr dicht, so dass wir sie sehr lange nicht finden können, bis sie plötzlich wieder einmal vor uns direkt auf der Straße stehen (wie in Hluhluwe). Dieses Mal gehen sie aber sofort weiter ins Unterholz. Kein Problem, mit Abstand fahren wir ihnen hinterher. Dass der Safariwagen äußerst geländetauglich ist, wissen wir ja schon von unseren "Off-Road-Touren" der Tage zuvor, jedoch nicht die Holländer. Die staunen also nicht schlecht, als wir von der Piste abbiegen. Die Mühe wird belohnt, wir sehen nach einiger Zeit dann auch die gesamte Nashorntruppe, die wir bereits am ersten Tag abends am Wasserloch gesehen hatten. Eine Nashornmutter mit Ihrem ca. 8 Monate altem Jungen, sowie ein ca. 3-jähriger Bulle, der von ihr "adoptiert" wurde, nachdem dessen Mama verstorben ist. ![]() Gemeinsam haben sie uns einiges voraus, sie kommen deutlich problemloser im Wald voran, als wir. Trotzdem sehen wir sie sehr schön und wir bekommen richtig ein Gefühl dafür, wie es sein muß, als Nashorn so im Buschland zu leben. Die Holländer sind nun richtig begeistert, na endlich. Und auch unseren Guides sehen wir an, dass sie eine solch ausgiebige "Offroad-Fahrt" noch nicht so oft gemacht haben. Nachdem wir schließlich wieder eine richtige Piste unter den Rädern haben, legen wir eine kleine Rast ein und werden mit frischem Kaffee aus der Thermoskanne, der mit Amarula-Likör aromatisiert wird (lecker), überrascht, danach geht es zurück zum Camp und unsere tollen Pirschfahrten haben nun ein Ende. Das werden wir vermissen! Wir bekommen im Camp einen extra Frühstückstisch gedeckt und genießen etwas traurig unsere letzte Mahlzeit in Makalali, bevor wir unser Koffer packen und mit Marvel verabreden, dass er uns anschließend zum Hauptcamp fahren wird, wo wir wieder auf unser Auto treffen werden. Auch die Holländer reisen heute wieder ab. Nur einen Tag in Makalali, das ist viel zu kurz - finden wir! Als Marvel und Derick kommen und uns und unser Gepäck von unserer Hütte abholen, fällt uns der Abschied schon ein wenig schwer. Alle Mitarbeiter im Camp haben riesige Anstrengungen unternommen unseren Aufenthalt so perfekt wie möglich zu gestalten und dies wissen wir sehr zu schätzen, wir würden jederzeit gerne wiederkommen und würden es auch sofort unseren Freunden weiterempfehlen. Auf der kurzen Fahrt zum Hauptgebäude tauschen wir vier uns noch kurz über unsere "Lieblingstiere" aus. Derick mag am liebsten die Leoparden und Löwen, Marvel die Gepharden und Giraffen, Joachim die Leoparden und ich kann mich mal wieder nicht entscheiden, auf alle Fälle die Leoparden, Nashörner und Elefanten! Aber was ist mit den Giraffen? Auch toll! Fazit: Eigentlich sind sie alle schön! Unser Auto wartet, wie wir es verlassen haben, nur jetzt frisch geputzt, im Carport auf uns. Marvel und Derick winken uns noch fröhlich zu, als wir um die Ecke biegen und uns auf den Weg zur Panoramaroute und nach Sabie machen. Doch zunächst liegen ja nochmals 11km Schotterpiste bis zum Ausgang vor uns und wir treffen noch einmal auf einen wunderschönen Kudu, die erste Antilope, die wir ganz am Anfang unserer Reise in unserem ersten Tierpark, dem Addo Elephant Park gesehen haben und nun die letzte, die wir in einem Tierpark in diesem Urlaub sehen; das passt doch ganz gut. ![]() Vorsicht! Wildwechsel... ![]() ![]() Goodbye Makalali! (Linkes Bild: Einfahrtstor von Makalali, rechtes Bild: Schotterstraße zurück zur "Zivilisation") Nach einiger Zeit erreichen wir wieder die aspaltierte Landstraße und die Zivilisation hat uns wieder. Um nach Sabie zu gelangen, dem Ort, in dem wir heute übernachten werden, fahren wir die sogenannte "Panoramaroute", die durch die spektakuläre Landschaft des "Blythe River Canyon" führt, der drittgrößte Canyon der Welt. Und da wir ja echte Grand Canyon-Fans sind, ist die Besichtigung ein echtes "Muß" für uns. Und tatsächlich, der Blythe River Canyon sieht wirklich ein wenig aus, wie sein US-amerikanisches Pendant, nur sehr, sehr viel grüner. Sehr hübsch!! Die Panoramastraße bietet in Ihrem Verlauf einige Abzweigungen, hier kann man weitere spezielle Aussichtspunkte anfahren. Der erste ist auch gleich einer der spektakulärsten, der Blick auf die "Three Rondavels". Leider ist der Kofferraum unseres Mitsubishi komplett offen und man kann von außen problemlos all unser Gepäck sehen, so dass wir Bedenken haben, unser Auto sehr lange unbeaufsichtigt auf dem Parkplatz stehen zu lassen. Zwar hat Felix, der Besitzer des Bed-&-Breakfast in dem wir heute übernachten werden uns sehr glaubwürdig versichert, es würde nichts passieren und es sind auch viele Verkaufsstände, wo Holzschnitzereien verkauft werden gegenüber des Parkplatzes, aber trotzdem sind wir leider nicht richtig beruhigt. Das ist ein echter Nachteil bei einem Geländewagen! So fällt der Blick auf die traumhafte Landschaft leider nur kurz aus. ![]() Die "drei Rondevels" (Rundhütten) im Blythe River Canyon ![]() Blick auf den Blythe River Canyon, im Hintergrund das sog. "Lowveld", in dem die Tierreservate und der Krüger Nationalpark liegen Da es nur 70km bis nach Sabie sind, beschließen wir, am Nachmittag noch einmal, dann mit leerem Auto, zurückzukommen. Die Straße ist in einem sehr guten Zustand, trotzdem sind wir erst gegen 14:30 Uhr in Sabie. Felix und seine Frau empfangen uns sehr, sehr herzlich in Ihrem "schweizer-deutschen" Gästehaus, es ist, als wären wir schon sehr lange beste Freunde. Sehr angenehm! Ihr Haus heißt "Villa Ticino" und könnte vom Stil her wirklich sehr gut in die italienische Schweiz passen. Unser Zimmer ist sehr schön, wir haben sogar einen eigenen Balkon. Felix berät uns sehr nett, was wir noch in den verbleibenden Stunden unternehmen können und wir merken gleich (was wir aber ja auch eigentlich schon in Deutschland wußten), dass unsere Zeit in Sabie viel zu kurz bemessen ist, hier könnte man problemlos 2-3 Tage bleiben. Wir müssen morgen aber leider schon wieder in den Flieger nach Kapstadt, wie schade! ![]() Traumhaft schöne Landschaft um Sabie Egal, zügig brechen wir gleich wieder auf gen Norden und machen einen ersten Stopp wie empfohlen bei "God´s Window", einem Aussichtspunkt, von dem man weit in die Ebene des Lowvelds in Richtung des Krüger Nationalparks schauen kann. ![]() Blick vom Aussichtspunkt "God´s Window" an der Panoramastraße ins Lowveld ![]() Dichter Urwald überall Leider hat sich das Wetter in den letzten ein bis zwei Stunden nun auch deutlich verschlechtert und es ist ein dichter, feuchter Nebel aufgezogen. Wir sind hier nun ja auch in 1740m Höhe und zum ersten Mal fröstelt es uns in diesem Urlaub. Trotzdem bewundern wir den hier vorhandenen wildromantischen Urwald, einer der am höchsten gelegenen Urwälder der Erde überhaupt. Kein Wunder, bei dieser Feuchtigkeit... Wir verzichten wegen der Kälte auf den bestimmt wunderschönen Wanderweg und fahren nach kurzem Aufenthalt im Auto weiter. Vorher kaufen wir aber noch ein paar Schnitzereien bei einem der vielen schönen Verkaufsstände. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die wir schon bereist haben, wird man hier nicht sofort "überfallen und zum Kauf nahezu gezwungen", sondern die Menschen sind sehr freundlich und man möchte ihnen sehr gerne etwas abkaufen (was dann ja auch die meisten machen). ![]() Das Angebot an Holzschnitzereien ist riesig Wir erstehen also einen Leoparden, der nicht so schwer ist, dass er unser Gepäcklimit übersteigt und fahren nun zum nächsten Highlight, dem "Berlin Fall", einen Wasserfall, der hübsch aus ca. 45m Höhe in die Tiefe fällt. Die Zufahrt zu den Sehenswürdigkeiten, so auch zu den Wasserfällen sind leider nur bis 17:00 Uhr geöffnet und so sind wir in etwas Zeitnot. Kurz vor 17:00 Uhr "schaffen" wir dann noch die Besichtigung der "Lisbon Falls", die ca. 4km südlich über die Panoramastraße erreichbar sind. ![]() Wunderschöne Wasserfälle: Links: Berlin Fall; Rechts: Lisbon Falls Wir haben auf unseren Reisen schon sehr viele Wasserfälle gesehen, aber diese beiden waren wirklich sehr hübsch. Die sicherlich ebenfalls sehr schönen Mac Mac Falls ebenso wie viele andere Aussichtspunkte und die tollen Bourkes Luck Potholes können wir auf Grund der vorgerückten Zeit nicht mehr ansehen - das wäre etwas für den nächsten Urlaub. Zurück im Guesthouse treffen wir wieder auf Felix und seine Frau sowie auf ein Pärchen aus Deutschland, die gerade angereist sind, beneidenswerterweise in Sabie drei Tage verbringen und darüberhinaus ihren Südafrikaurlaub gerade erst begonnen haben. Wir unterhalten uns sehr nett und gehen anschließend noch gemeinsam essen in der Pizzeria in Sabie. Dort erfahren wir, dass die beiden begeisterte Südafika-Urlauber sind und bereits zum dritten Mal hier sind und wir erhalten viele nützliche Reisetipps (auch für eine nächste Reise). Vielen Dank! | |
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