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Südafrika Home Januar 2008 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Februar 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 Gästebuch USA 2007 | Montag, 11. Februar 2008 Heute klingelt das erste Mal seit langem nicht der Wecker, wir schlafen aus und genießen das reichhaltige Frühstücksbuffett in unserem Hotel. Das Hotel ist unter deutscher Leitung, was wir positiv bei einer hervorragenden Käseauswahl und dem Vorhandensein von echtem Schwarzbrot bemerken. Wir planen unsere Aktivitäten für die letzten drei Tage und stellen mal wieder fest, dass die Zeit viel zu kurz bemessen ist. Wir wollen auf den Tafelberg, zum Kap der Guten Hoffnung, zum Botanischen Garten Kirstenbosch, an die Strände, nochmals ins Weingebiet, nach Robben Island und vielleicht wäre ja auch eine Township-Tour interessant? Minutiöse Planung erscheint erforderlich! Leider ist der Himmel immer noch voller Wolken und es ist kühl, so dass wir beschließen, zunächst einen Bummel durch die Innenstadt zu machen und uns dann je nach weiterer Wetterlage neu zu orientieren. Zwar gibt es direkt vor unserem Hotel eine Haltestelle eines Touristenbusses, aber da wir flexibel sein wollen, nützen wir unser eigenes Auto. Da wir spontan keinen vertrauenserweckenden Parkplatz finden, weichen wir in die Parkgarage eines großen Hotels aus. Der Page am Parkeingang fragt höflich nach unserer Zimmernummer, die wir ihm leider nicht nennen können. Er läßt uns trotzdem passieren und wir finden einen schönen Parkplatz und bewundern noch das tolle Hotel, in den uns der Zufall verschlagen hat. Unser Reiseführer empfiehlt einen Bummel durch die Long Street und tatsächlich finden sich hier schöne viktorianische Häuser und einige interessante Geschäfte, in denen man hübsches afrikanisches Kunsthandwerk erstehen kann. ![]() Kapstadts Long Street mit vielen schönen viktorianischen Häusern Leider sind unsere Koffer schon über dem Gewichtslimit von 20kg/Person, also schnell weiter! Etwas schönes hätten wir bestimmt noch gefunden.... Als wir in die "Company´s Gardens" abbiegen fängt es leider auch noch an zu regnen, so dass wir die tolle Anlage nicht richtig genießen können. Die Gärten gehen auf das 17. Jahrhundert zurück, als Kapstadt als Gemüselieferant für die vielen Schiffe, die das Kap umfuhren, Bedeutung hatte. Neben Parlamentsgebäuden finden sich hier auch einige Museen. Im South African Museum befindet sich zur Zeit eine Fotoausstellung mit preisgekrönten Wildlife-Fotografien eines großen internationalen Wettbewerbes und ist eine ideale Möglichkeit, dem immer stärker werdenden Regen zu entfliehen. Auch das Museumscafe ist sehr verlockend. Joachim trinkt einen Roibos-Cafe-Latte, sehr lecker. Danach sehen wir uns an, wie andere so Tiere und die Natur fotografieren... Und tatsächlich, wir sehen sehr beeindruckende kunstvolle Fotografien. Unter jedem Bild ist darüberhinaus vermerkt, wie die Bilder konkret entstanden sind und es ist interessant zu sehen, dass alles vertreten ist, vom simplen Schnappschuß bis hin zu minutiös geplanten Bildern, die mit großem technischen Aufwand realisiert wurden. Na, nun sind wir inspiriert und motiviert, mal sehen, was für Motive in den letzten Urlaubstagen noch auf uns zu kommen.... Da das Wetter mittlerweile etwas besser geworden ist, beschließen wir, noch einmal ins Weingebiet zu fahren, da wir einige interessante Weingüter am Anfang unserer Reise nicht geschafft haben und für das Verkosten von Wein ist gutes Wetter ja keine zwingende Voraussetzung. Zurück am Parkhaus winkt uns der Page freundlich hinterher, als wir die Ausfahrt passieren. Warum wir nicht bezahlen müssen, keine Ahnung. Uns hat es gefreut. Stellenbosch ist von Kapstadt nur einen Katzensprung entfernt und innerhalb einer knappen Stunde sind wir in einer anderen Welt. Die grünen Weinberge sehen sehr hübsch aus in den dramatisch von Wolken verhangenen Bergen. ![]() Das Wetter wird besser! Aber auch mit Wolken sehen die Berge im Weingebiet schön aus. Als erstes steuern wir das neue aufstrebende Weingut "Ernie Els Winery" an. ![]() Weitere Impressionen von der Stellenbosch Wineroute: Ernie Els Winery In einem imposanten Gebäude, welches einen gelungenen Mix aus modernen und gediegenen Elementen darstellt, nehmen wir an einer Weinprobe teil, bei der die drei auf dem Gut produzierten Rotwein-Cuvees präsentiert werden. Die Weine sind sehr hochpreisig, allesamt für unseren Geschmack noch viel zu jung und da wir unser Gepäcklimit ja eh schon überschritten haben, fällt die Entscheidung, hier nicht zu kaufen, sehr leicht. ![]() Unser nächster Abstecher führt uns zum Weingut "Dornier", dort lockt uns die sehenswerte moderne Architektur und eine hochgelobte "Bodega", das Frühstück ist mittlerweile ja auch schon viele Stunden her. Das Gebäude ist sehr hübsch, jedoch lohnt sich eine Anreise nur wegen des Gebäudes unserer Ansicht nach nicht unbedingt. Die Bodega sieht sehr nett aus, jedoch waren wir wohl zu kurz vor Geschäftsschluß eingetroffen, wir wurden nämlich einfach nicht mehr bedient, so dass wir schließlich unverrichteter Dinge wieder weggefahren sind. Na ja, wir haben es ja jetzt gesehen... Ob der Wein schmeckt, können wir leider auch nicht sagen. ![]() Stellenbosch Weinroute: Weingut Dornier Wir beschließen, den Abend wie gestern an der V & A Waterfront in Kapstadt zu beenden und da wir mittlerweile sehr, sehr hungrig sind und das Essen gestern abend hervorragend war, führt uns unser Weg geradewegs zum "Quay Four". Dort ist es noch sehr ruhig, nur ein Tisch ist belegt. Da wir nicht reserviert haben, bekommen wir aber leider nur einen Tisch in der hintersten Ecke zugeteilt. Alles andere sei reserviert. Okay, wir hätten reservieren sollen, aber das Angebot ist hier so groß, wir werden etwas anderes finden und machen uns auf die Suche. Schließlich landen wir im "Balduccini´s", ein richtiger Glücksgriff. Service und Essen sind exzellent, können wir nur weiterempfehlen. ![]() Blick von der V & A Waterfront auf die Kapstädter Innenstadt, dort wo die Wolken sind, wäre der Tafelberg, ob wir ihn wohl noch einmal sehen in diesem Urlaub? Vollgefuttert und müde fallen wir nun ins Bett, hoffentlich scheint morgen mal die Sonne.... Wir haben mit viel Glück noch Tickets für eine Besichtigung von Robben Island ergattern können (unser Tipps: Langfristig vorbuchen, wir haben es auch nicht geglaubt... ) und werden am Vormittag auf eine geführte Township Tour gehen (wovor wir schon ein bißchen aufgeregt sind, nicht, dass wir glauben, dass wir dort zu Schaden kommen, aber vor der Konfontration mit der Armut dort). | |
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