Montag, 23.06.2008

~~ Furnace Creek Ranch, Death Valley ~~


Auf Grund des Jet-Lags ist die Nacht mal wieder früh zuende, doch dafür haben wir die einmalige Gelegenheit um kurz nach fünf Uhr morgens zu beobachten wie über der Wüste die Sonne aufgeht und langsam die Hotels am Strip beleuchtet, wann sieht man das schon mal? Meistens schläft man ja zu dieser Uhrzeit.


Sonnenaufgang über Las Vegas

Zum Glück sind die USA ein Land der Frühaufsteher und so gibt es keine Probleme, im Hotel zu frühstücken, bevor wir uns dann auf den Weg ins Death Valley machen. Laut Navigationssystem sind es nur 145 Meilen und wir sollen bereits in 2.5 Stunden dort sein und in der Tat erreichen wir dann schon bald den Nationalparkeingang.

Einfahrt Death Valley

Da wir uns etwas Zeit lassen wollen und vor allem die Wüste bei Sonnenuntergang sehen wollten, hatten wir vorab schon im Death Valley ein Zimmer gebucht in der Furnace Creek Ranch und dorthin steuern wir als erstes.

Furnace Creek Ranch

Wir bekommen eine kleine Cabin zugeteilt und hoffen, dass die Klimaanlage auch gut funktioniert, denn unser Außenthermometer zeigt mittlerweile 117°Fahrenheit (immerhin fast 47°C!). Doch wir sind schnell beruhigt, die Klimaanlage läuft bereits auf vollen Touren und einen Kühlschrank gibt es auch noch, so dass wir für unseren Nachmittagsausflug auch kühle Getränke haben werden.

Thermometer im Death Valley 

Furnace Creek liegt in einer Oase und die vorhandene Quelle sorgt für eine Vegetation mit hohen grünen Bäumen und Palmen. Zusätzlich gibt es hier einen 18-Loch-Golfplatz, ein kurioser Anblick:

Furnace Creek Golf Course

Als wir dort um kurz nach 15 Uhr eintreffen ist der Platz verweist, aber in den frühen Morgenstunden soll das Golfen wohl gut möglich sein, Joachim ist begeistert und wir werden morgen wohl wieder früh den Wecker stellen....

Nach einer kleinen Kaffeepause in unserer Cabin, die sogar mit einer Kaffeemaschine ausgestattet ist, machen wir uns auf den Weg die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung abzufahren. Zunächst geht es nach Badwater, mit 282  Fuß unter NN der tiefstgelegene Ort der nördlichen Herdhalbkugel. Da das Death Valley ursprünglich mal mit Wasser gefülllt war, was schließlich verdunstete, ist ein großer Teil des Tals mit einer dicken Salzkruste bedeckt, auf der die Touristen ein kurzes Stück laufen können (so sie es denn aushalten können).

Badwater - tiefstgelegener Punkt der nördlichen Hemisphere

Wir finden uns schon sehr sportlich, dass wir es bei mittlerweile 119°F doch ganz 10 Minuten schaffen, 30 Meter zurückzulegen und einige Fotos im gleisenden Sonnenlicht zu machen. Wir glauben, dass wir Hitze recht gut aushalten können, aber dies heute war das heißesete, was wir bislang erlebt haben und ging definitiv an die Schmerzgrenze. Danach fahren wir mit dem Auto über den "Artist Drive" eine einspurige enge 9 Meilen lange Straße, die direkt durch die farbenprächtigsten Gesteinsformationen führt. Wir sind begeistert!
Hier ein paar Impressionen:

Artist Drive im Death Valley

Der Höhepunkt aber ist schließlich der Zabriski Point, ein Aussichtspunkt, der eine Stunde vor Sonnenuntergang in herrlichen gelb-braun-grauen Farben leuchtet. Die Temperaturen sind leicht gesunken auf 112°F und tatsächlich macht dies einen kleinen Unterschied, man kann es gerade so aushalten, dass wir doch gut 20 Minuten die Aussicht genießen.


Zabriski Point

Zabriski Point


Da wir so früh aufgestanden sind, fallen wir bereits um kurz vor 21 Uhr todmüde ins Bett, morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

Gefahrene Meilen: 269

  





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