Montag, 07.07.2008

~~ Yellowstone Nationalpark ~~

Heute steht der letzte Abschnitt unserer Fahrt zum Yellowstone Nationalpark an. Gestern haben wir schon einmal mit unserem Navigationssystem geprüft und festgestellt, dass noch mindestens 400 Meilen vor uns liegen, die wir auf Grund der landschaftlich schöneren Strecke überwiegend auf der Landstraße 89 zurücklegen wollen.
Leider hat unser Zimmernachbar bis um 3 Uhr nachts so laut ferngesehen, dass er mindestens das halbe Motel unterhalten hat und so war unsere Nacht doch recht kurz und wir verzichten auch auf das Frühstück, unterwegs gibt es bestimmt noch einiges.

Sind wir gestern auf dem Weg nach Salt Lake City noch durch die ausgedehnt Große Salzwüste gekommen erreichen wir heute nachdem wir den Ballungsraum verlassen haben eine erstaunlich grüne und hügelige Landschaft und der Highway 89 belohnt uns tatsächlich mit wunderschöner Landschaft.

Hier ein paar Impressionen:

Highway 89 East nördlich von SLC
Die grüne Landschaft nordöstlich von Salt Lake City bildet einen überraschenden Kontrast zur Großen Salzwüste durch die wir gestern noch stundenlang gefahren sind


Bear Lake in Utah, entlang Highway 89

Am Bear Lake verlassen wir schließlich Utah und fahren nach Idaho, eine Premiere für uns, aber auch in Wyoming, zu dem 96% des Yellowstone Nationalpark gehören, waren wir noch nicht. Beide Bundesstaaten gelten als das Land der Cowboys und wenn man sich die schöne grüne Natur ansieht, dann glaubt man das auch sofort.

Eine Premiere für uns: Idaho und Wyoming

Mittlerweile knurrt unser Magen schon ganz schön, aber die Ort, die wir bisher passiert haben, waren zwar sehr niedlich, boten jedoch kulinarisch nur ein sehr geringes Programm, so dass wir schließlich in dem kleinen Ort Afton den Pizza Hut aufsuchen, der auch um die Mittagszeit gut besucht war. Afton begrüßt seine Gäste mit einem riesigen Bogen, der komplett aus Elk-Geweihen zusammengesetzt ist, witzig. Das Foto seht Ihr hier:

Afton in Idaho
Links: Landschaft an der Grenze Idaho und Wyoming; rechts: aus vielen Elk-Geweihen zusammengesetzt: der Torbogen in Afton, Wyoming

Wir sind nun mitten in den Ausläufern der Rocky Mountains und und die Straße läuft entlang eines Gebirgsbaches, auf dem sich bereits zahlreiche Rafting-Boote tummelten, deren Passagiere mit großer Begeisterung durch die Stromschnellen schießen. Da hätte man gerne noch länger zugesehen, aber wir müssen weiter.

Rafting in Wyoming
Rafting in Wyoming

Jackson in Wyoming ist der letzte großere Ort vor Yellowstone und hat eine beeindruckende Motelkapazität und auch zahlreiche bekannte Fastfoodketten im Angebot, leider keinen Kaffee-Laden und wir hätten so gerne einen aufmunternden Kaffee gehabt, denn noch liegt eine gehörige Strecke vor uns. Immerhin bietet jetzt zumindest McDonalds einen leckeren Eiskaffee an...

Kurz hinter Jackson erreichen wir den "Grand Teton Nationalpark" und eine wunderschöne Berglandschaft begleitet uns fortan.

Grand Teton Nationalpark
Grand Teton Nationalpark
Wunderschöne Landschaft im Grand Teton Nationalpark


Grand Teton Nationalpark

Unsere erste Begegnung mit wilden Büffeln haben wir völlig unerwartet noch im Grand Teton Nationalpark, ein Herde überquert mit mehreren Kälbern völlig unbeeindruckt von den Autos die Straße. Wir sind begeistert, mal sehen, was uns hier in Yellowstone erwartet... Da soll es ja noch mehr Büffel geben...

Büffel im Grand Teton Nationalpark
Hilfe, Stau!!!

Der Yellowstone Nationalpark grenzt nördlich nahezu direkt an den Grand Teton Park an, aber die Dimensionen des Parkes sind nicht zu unterschätzen. Zu unserer Unterkunft im Canyon Village werden wir noch ca. 70 Meilen unterwegs sein und es gilt ein strenge Tempolimit von 45 Meilen in der Stunde.

Das wunderschöne Licht am Abend beleuchtet nun die beeindruckende Landschaft um uns herum. 1988 haben riesige Waldbrände einen großen Teil der Bäume im Park zerstört, die Auswirkungen sind bis heute zu sehen. Beim Grant Villlage sehen wir zum ersten Mal auf einem Parkplatz ein blubberndes Schlammloch mit betörendem Gestank nach faulen Eiern. Das muß natürlich sofort auf ein Bild gebannt werden!

Mud Pot im West Geysir Basin bei Grant Village
Hier brodelt der Schlamm... und es stinkt gewaltig

Auch im weiteren Verlauf des Weges sehen wir immer wieder aufsteigende Rauchfahnen, häufig verbunden mit atemberaubendem Gestank nach faulen Eiern. Das werden wir in den nächsten Tag noch näher erkunden!!
Aber auch Büffel säumen zunehmend unseren Weg, zwar nicht mehr als Herde wie noch im Grand Teton, aber einzelne Exemplare kommen erstaunlich dicht an die Straße.

Büffel im Yellowstone NP
Büffel im Yellowstone NP

Als wir endlich Canyon Village erreichen sind wir doch etwas enttäuscht, was unsere Unterkunft angeht. Die Cabin wirkt doch recht baufällig und außerdem läßt sich die Heizung nicht ausschalten, so dass wir eine richtige Sauna in unserem Zimmer haben. Na ja, jetzt gehen wir erst einmal etwas essen und dann sehen wir weiter. Bericht folgt morgen.

Cabin im Canyon Village, Yellowstone NP
Wirkt nach einem ganzen Tag im Auto noch nicht wirklich einladend... unsere Unterkunft im Canyon Village