Juni 2008 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Juli 2008 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Gästebuch Südafrika 2008 USA 2007 | Sonntag, 13.07.2008 ~~ Las Vegas ~~ Heute morgen klingelt der Wecker mal wieder recht früh, aber wir wollen heute morgen vor unserer Fahrt noch an einer Führung durch den Temple Square teilnehmen. Der "Starbucks" gegenüber unserem Hotel bietet leider nur Kaffee und diverse Süßigkeiten, so dass wir zum Frühstücken lieber zum "Denny´s" eine Straße weiter fahren. Ob das Frühstück dort gesünder war, wissen wir aber auch nicht so recht.... Als wir um kurz vor 9 Uhr am Temple Square eintreffen, erfahren wir, dass zur Zeit keine Führungen angeboten werden, da Sonntags morgens immer die große Live-TV-Übertragung des berühmten Mormonen-Chores stattfinden würde und alle Touristen lieber dort zuhören würden. Danach gäbe es aber direkt wieder Führungen in allen großen Sprachen der Welt. Wir rechnen kurz: Eine halbe Stunde Chorvorführung und dann noch eine gute halbe Stunde Führung, das müßte knapp klappen unser Gepäck rechtzeitig vor der Check-Out Zeit abzuholen. Der Mormonen-Chor tritt seit vielen Jahren immer Sonntags auf und seine Vorführung wird live im Fernsehen und im Internet übertragen. Der Besuch ist - wie alles am Temple Square - kostenlos. Wir reihen uns also ein in die Menschenmenge, die in Richtung Konferenzzentrum strömmt und sind sehr beeindruckt vom Inneren dieser Halle. Sie ist riesig groß, es können in ihr 21.000 Menschen sitzen und ein gigantischer freitragender Balkon zieht sich über die gesamte hintere Hälfte der Halle. Eine überdimensionale Orgel gibt es natürlich auch noch. Wir finden einen Platz im vorderen Drittel und es erwartet uns schließlich eine makellose Präsentation von modernen kirchlichen Liedern dargeboten von einem professionellen riesigen Chor. Es ist durchaus eine Empfehlung, sollte man sich an einem Sonntag in Salt Lake City aufhalten. ![]() Konferenzzentrum der Mormonen am Temple Square von außen und innen mit Mormonen-Chor Nach einer halben Stunde ist es dann auch schon wieder vorbei und beim Weg ins Freie gibt es ein weiteres Ständchen von jungen Mormoninen in der Eingangshalle. Auf dem Vorplatz stehen weitere junge Frauen, die in ihrer jeweiligen Heimatsprache die Zuschauer zu einer Führung einladen. ![]() Links: Junge Mormoninen aus aller Welt laden zu Führungen in ihrer jeweiligen Muttersprache ein. Rechts: Das Innere des "Tabernacles", ein Versammlungszentrum aus dem 19. Jahrhundert Die Damen aus Kenia und Tonga finden keine Touristen, die eine Führung auf "Swahili" oder "Tonga" wünschen, aber auch bei der deutschsprechenden Dame aus der Schweiz sind wir die einzigen Interessenten an einem Rundgang. Wir bekommen aber trotzdem eine Privatführung über den Temple Square. Die Führung konzentiert sich vor allem auf eine Erläuterung des Tempels von aussen (Zutritt nur für gläubige Mormonen - schade), einen Blick in das Innere des "Tabernacles", eine Versammlungshalle aus dem 19. Jahrhunderts mit einer hervorragenden Akkustik und zum Abschluß noch ein Ründgang durch das "Museum", wo die Mormonen ihre Geschichte und Religion darstellen. Unsere Führerin aus der Schweiz verbringt ein freiwilliges Jahr im Dienste ihrer Religion in Salt Lake City und ist sehr professionell im Beantworten unserer Fragen, wie sollte man es anders erwarten? Der Temple Square ist sehenswert, ein "steriles" Ambiente ist schlichtweg nicht mehr vorstellbar. Leider haben wir nicht mehr viel Zeit uns umzusehen, da wir in 10 Minuten auschecken müssen und so hetzen wir zum Auto zurück und erreichen um Punkt 11 Uhr unser Super8-Motel. Die Fahrt nach Las Vegas ist einfach: Auf dem Interstate 15 Süd über 400 Meilen fahren und dann einmal abbiegen, dann sind wir da. Die Autobahn führt natürlich nahezu aussschließlich durch die Great Basin Wüste, aber die Strecke ist trotzdem sehenswert, vor allem das kurze Stück durch Arizona wartet mit einer schönen Canyon-ähnlichen Landschaft auf. Hier ein paar Bilder: ![]() Die I-15 South im Süden von Utah, Wüste, wohin man schaut.... ![]() Im kurzen Abschnitt durch Arizona verläuft die Straße durch einen Canyon - sehr schön ![]() In Nevada gibt es dann fast nur noch Wüste In Nevada gilt die "Pacific Standart Time", das heißt im Vergleich zu Utah "gewinnen" wir eine zusätzliche Stunde und erreichen um kurz nach 17:00 Uhr Las Vegas. Vor einigen Wochen hatten wir in Deutschland uns bereits online eine Unterkunft gebucht als Joachim nur wenige Tage vor der Abreise ein super Angebot des "Venetian Hotels" per E-Mail erreichte. Eine Suite (diese Hotel hat nur Suiten) für nur 104 Dollar/Nacht für zwei Personen! Bei dem derzeitigen Dollarkurs von 1,55 Dollar/ Euro ein unglaublich günstiges Angebot, das wir nicht ignorieren konnten. Normalerweise gelten solche Angebote nur für Wochentage und meist auch nur für ein bis zwei Tage am Stück und man zahlt für die anderen Nächte dann gleich das doppelte bis vierfache des Angebotspreises, so dass im Durchschnitt doch wieder ein recht hoher Preis erzielt wird, dieses Mal galt das Angebot aber für alle sechs Nächte die wir bleiben wollten und sogar für den Freitag - ein echter Glücksgriff und wir sind sehr, sehr gespannt, was uns in diesem Hotel erwartet, welches als eines der luxuriösesten in den USA gilt. Wie gut, dass der Hochsommer als absolute Nebensaison in Las Vegas gilt und die Hotel auf diese Weise versuchen, ihre Überkapazitäten günstig an den Spieler zu bringen. Nach einem vollkommen unkomplizierten, hochprofessionellem Eincheck-Vorgang öffnen wir dann endlich die Tür zu "unserer Suite" und es ist sogar noch viel, viel besser als erwartet, aber seht selbst: ![]() ![]() Bei unserer Unterkunft im Venetian Hotel bleibt kein Wunsch mehr unerfüllt, riesiges Marmorbad und ein richtiger Wohnbereich mit Couch und Esstisch. Drei (!) Fernseher haben wir auch... Nachdem unser Gepäck angeliefert wurde, machen wir uns noch einmal auf den Weg zum Strip, wir wollen japanisch essen und dies ist sehr gut im "Todai´s" in der Einkaufsmeile des Planet Hollywood Hotels. ![]() Eingangsbereich des Planet Hollywood Hotel, ohne die obligatorische Neonbeleuchtung geht hier natürlich nichts Nachdem wir uns ordentlich gestärkt haben, bummeln wir noch etwas über den Strip. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich weitere gigantische Hotelkomplexe, das Paris und das Bellagio. Man kann in Las Vegas jeden Abend durch ein anderes Hotel wandern und bräuchte hierfür einen ganzen Urlaub, so riesig ist es mittlerweile hier. ![]() ![]() ![]() Das Hotel Paris hat eine wunderschöne Fassade, die vor allem nachts sehr eindrucksvoll ist, auch innen ist es sehenswert, auf den Eifelturm (detailgetreue Nachbildung, 50% kleiner als das Original) kann man mit dem Fahrstuhl hochfahren, haben wir aber auch dieses Mal nicht geschafft, das Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten ist einfach viel zu groß hier Diverse Bauvorhaben, u.a. das riesige "City Center" in Nachbarschaft zum Bellagio Hotel, sorgen dafür, dass Las Vegas in Zukunft noch größer und gigantischer werden wird (was man sich fast nicht mehr vorstellen kann...) ![]() Noch größer... in Las Vegas wird immer weiter gebaut Das Venetian Hotel ist seit kurzem wieder das größte Hotel der Welt seitdem der dritte angegliederte Hotelkomplex "Palazzo" fertiggestellt wurde. Da müssen wir natürlich auch noch einmal durchbummeln, bevor wir uns zur Ruhe begeben. Morgen mehr... ![]() Seit der Fertigstellung des "Palazzo"-Komplexes ist das Venetian wieder das größte Hotel der Welt ![]() Auch innen macht das Palazzo viel her, natürlich gibt es auch in diesem Hotel eine riesige Einkaufsmeile in den Arkaden | |
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