Home 1. Woche 2. Woche 3. Woche 4. Woche Gästebuch | Samstag, 25.08.2007 Endllich geht es los! Gut, dass wir dieses Mal erst um 9:00 Uhr losfliegen, da kann man etwas länger schlafen, die letzten Male mußten wir immer schon um 6:00 Uhr auf dem Flughafen sein. Zuerst ging es mit Lufthansa nach Frankfurt, dies hat gut geklappt, aber in Frankfurt dann schon das erste Problem. Eigentlich dachten wir, dass 45 Minuten ausreichen müßten, um das Gate zu wechseln, aber da hatten wir nicht an die riesigen Schlangen vor der Handgepäckkontrolle gedacht. Als wir dort nach ca. 1 Kilometer Fußmarsch und einer Fahrt mit der Tram endlich ankamen, war dort schon eine ca. 100 Meter lange Schlange. Und so richtig voran ging es auch nicht. Joachim hat schließlich ein nettes Ehepaar gefragt, ob sie uns vorlassen, wir durften und das war auch gut so! Denn meine digitale Spiegelreflexkamera war dem Sicherheitsbeamten suspekt und so mußte ich zur Seite treten und warten bis weitere Beamten kamen und ich dann in einen separaten Raum gebeten wurde. Dort wurde die Kamera ausgiebig begutachtet und nachdem erste Erleichterung aufkam, dass es sich wohl doch nur um ein profanes Touristenaccessoire made in Japan handelte, wurde ich noch zu den technischen Details befragt während die Zeit immer weiter voranschritt... Ihr Flug geht in 15 Minuten? Von Gate C6? Dann aber mal los meinte der sehr freundliche Sicherheitbeamte, bei Reisen in die USA käme wohl noch eine weitere Kontolle. Noch eine Kontrolle??!! Wir rannten los, eine sportliche Betätigung, die wir eigentlich uns für den Urlaub aufheben wollten. Eine weitere Kontrolle gab es dann doch nicht, aber am Schalter wurden schon die ersten Sitzplätze an stand-by wartende Passagiere vergeben... Na, da hatten wir wohl noch einmal Glück gehabt. Wir wurden wieder ausgiebig befragt und mußten am Schalter dann noch bei drei Personen vorsprechen und noch drei Mal unsere Päße vorzeigen. Dann endlich durfen wir das Flugzeug betreten. Der Flug nach Philadelphia mit US-Airway war okay. Es gab an jedem Sitzplatz ein Entertainment-System mit vielen Filmen und Fernsehsendungen (die man frei wählen und starten konnte), so dass die Flugzeit von 8,5 Stunden sich sehr angenehm überbrücken ließ. Da der Flug nur zu ca. 70% ausgebucht war, hatten wir viel Platz. In Philadelphia hat alles ebenfalls prima geklappt: Der Beamte der Einreisebehörde war sehr freundlich. Danach ging es weiter zur Gepäckausgabe: In den USA muß man die Koffer jeweils am ersten Flughafen durch den Zoll bringen, sie werden nicht direkt weitergeleitet. Der Vorteil ist, dass man dann schon weiß, ob auch die Koffer den Weg über den Atlantik heil geschafft haben. Wir haben also die Koffer abgeholt, die zum Glück auch alle vollzählig da waren, durch den Zoll gebracht und wieder aufgegeben, das ganze hatte gerade mal 20 Minuten gedauert. Der Weiterflug nach Las Vegas mit US-Airlines war pünktlich und problemlos. Die Flugdauer mit knapp fünf Stunden jedoch sehr lange, so dass wir sehr froh waren, als wir endlich in Las Vegas landeten um 18:00 Ortszeit. Unser Gepäck hatte auch diesen Reiseabschnitt gut überstanden, so dass wir uns auf den Weg zum Autoverleih machen konnten. Seit kurzem gibt es in Las Vegas ein "Rental Car Center", d.h. alle Autovermietungsfirmen sind außerhalb vom Flughafen in einem neuen Gebäude mit angeschlossenem riesigen Parkhaus untergebracht. Ein Shuttle-Bus bringt alle Reisenden kostenlos dorthin, wir mußten überhaupt nicht warten. Das Rental Car Center hat im Erdgeschoß Schalter aller namhaften Autoverleiher. Wir hatten vor 14 Tagen in Deutschland über das Internet bei "Auto-Europe" einen Geländewagen mit Allradantrieb (Grand Cherokee) gebucht. Leider gab es keine Vorab-Infos über die Verleihfirma. Als der Voucher per E-Mail eintraf, sahen wir, dass unser Vermieter "Dollar Rent-a-Car" ist. Da wir vor einigen Jahren bei Dollar schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatten, haben wir in Deutschland überlegt, ob wir noch einmal auf einen anderen Auto-Vermieter umbuchen sollen, aber das Angebot von unserem Internet-Händler war 100 bis 200 Euro günstiger als die vergleichbaren Autos der anderen Vermieter. Wir haben beschlossen, das Risiko einzugehen und es noch einmal mit Dollar zu versuchen. Am Schalter von Dollar war die längste Schlange, es ging überhaupt nicht voran, stundenlange Gespräche, bevor die Kunden vor uns schließlich mit ihren Unterlagen ins Parkhaus entlassen wurden. Als wir endlich an der Reihe waren ging alles zunächst ganz reibungslos. Der ausgedruckte Voucher wurde - trotz durchgehend deutscher Beschreibung - problemlos akzeptiert, wir wurden gefragt, ob wir eine Pannenhilfe-Versicherung a 4,99 Dollar/Tag abschließen wollten, was wir verneinten. Daraufhin wurde die Dame am Schalter ziemlich unfreundlich und malte uns mit eindringlichen Worten aus, wie hilflos wir auf dem Highway stehen würden ohne diese Versicherung. Ich erwiderte, dass Dollar doch sicherlich exzellente Neuwagen anbieten würde, die doch nicht so anfällig für Pannen seien. Daraufhin tippte die Dame hektisch in Ihren Computer, kurze Zeit später sagte sie, wir müßten für den 2. Fahrer eine Gebühr von 10 Dollar/Tag entrichten, da der 2. Fahrer nicht in unserem Voucher inkludiert sei, was nicht stimmte, denn wir hatten bei der Buchung extra darauf geachtet, dass wir beide fahren können ohne zusätzliche Gebühr. Es began erneut ein unerfreulicher Wortwechsel der damit endete, dass die Dame sagte, die Bestimmungen hätten sich in der Zwischenzeit eben geändert. Aber wir hatten doch erst vor 14 Tagen bucht! Eine Änderung der Bedingungen in nur 2 Wochen??? Wann haben die sich den geändert? Die Dame stotterte, es sei wohl letzte Woche geändert worden, näheres wisse sie aber nicht, sie wisse nur, dass wir jetzt gefälligst 240 Dollar + Steuern zahlen sollen, sollten wir beide das Auto fahren wollen. Wir fanden, es reicht und verlangten den Manager. Der Manager hieß Linda, kam, ignorierte uns, es entwickelte sich eine Diskussion zwischen Linda der Managerin und der Dame am Schalter, die wohl den Computer nicht richtig bedient hatte. Wir wurden während der ganzen Zeit komplett ignoriert, unfreundlich wurden uns schließlich die Papiere gereicht: Hier unterschreiben und hier und das Auto bekommen sie im Keller. Kein Wort mehr über die Extragebühr des zweiten Fahrers oder eine fehlende Versicherung. Wir haben unsere Unterlagen geschnappt und haben uns in der Halle erst einmal hingesetzt und in Ruhe alles inklusive dem Kleingedruckten gelesen, ob auch alles okay ist, beide Fahrer eingetragen sind und wir nicht doch noch für irgendwelche versteckten Gebühren / Versicherungen unterschrieben haben. Alles schien okay zu sein und wir waren erleichtet. Weit gefehlt! Im Parkhaus traffen wir auf eine Mitarbeiterin lateinamerikanischer Herkunft, die uns die Reihe mit den Geländewagen zeigte, aus der wir uns ein Auto auswählen durften. Ein Grand Cherokee war nicht darunter. Wir fragten, welches den unser Auto sei, es wurde uns ein Jeep Liberty angeboten, eine Klasse unterhalb der gebuchten. Grand Cherokee, nein, den gäbe es nicht. Es wurde also wieder ausgiebig diskutiert mit dem Unterschied, dass dieses Mal wir wohl die besseren Englisch-Kenntnisse hatten. In der Reihe der Geländewagen standen noch ein Jeep Commander (hätte mir gefallen, wäre aber "Luxury" was wir nicht gebucht hätten) und zwei Dodge Durango. Ob wir wohl dann den Dogde Durango haben könnten? Die Dame war sichtlich unsicher, sagte zögerlich ja. Meine Frage, ob der den auch Allradantrieb habe ("Four Wheel Drive?") brachte sie dann endgültig aus dem Konzept. Sie schaute den Wagen ausgiebig an, vier Reifen wären dran und vier Zylinder hätte er sicherlich auch, anschließend rannte sie zu Ihrem Vorgesetzten und wurde nicht mehr gesehen. Joachim inspizierte das Fahrzeug von innen und sah den 4-WD-Schalter, alles in Ordnung! Wir luden die Koffer ein und fuhren zum Ausgang, dort gab es keine Probleme. Der erste nette Dollar-Mitarbeiter an diesem Abend erklärte uns auf Nachfrage, was wir in einem Falle einer Panne zu tun hätten. Er gab uns eine Telefonnummer, dort sollten wir anrufen und falls wir nicht mehr weiterfahren könnten, würde uns Dollar einen Mitarbeiter schicken. Na bitte! Klappt anscheinend auch ohne irgendwelche ominöse Versicherung. Wir wollen es trotzdem lieber nicht ausprobieren. Der erste Eindruck vom Auto: Der Dogde ist riesig!!! Wir haben soviel Sitzabstand voneinander das man fast ein Fernglas braucht um zu Joachim herüber zu sehen. Der Wagen ist darüber hinaus so hoch, dass wir vielleicht nicht mehr problemlos in alle Parkhäuser kommen. Na ja, diese Sorgen machen wir uns nicht mehr heute, sondern dann wenn es soweit ist. Unsere erste Übernachtung hatten wir bereits im "Orleans Hotel und Casino" von Deutschland aus gebucht, es liegt etwas vom Las Vegas Boulevard ("Strip") entfernt, Fahrzeit vom Rental Car Center ca. 10 Minuten. Dort angekommen, haben wir "Valet Parking" gemacht, d. h. einfach vorfahren, aussteigen, Schlüssel einem netten Bell Boy abgeben und die parken dann irgendwo. Also heute nicht mehr unser Problem, wo der Dodge hinpasst! Der Check In war problemlos, keine Schlange, jedoch lag das erste Zimmer direkt an der Ventilatordüse der Klimaanlage und war höllisch laut. Also: Zimmertausch. Das zweite Zimmer dann direkt neben dem Fahrstuhlschacht. Noch lauter. Sechs Fahrstühle, die ständig klingeln, wenn sie im jeweiligen Stockwerk halten, für heute vielleicht noch okay, wir sind todmüde, aber morgen?? Also: Zimmertausch die Zweite! Das dritte Zimmer ist genial, es geht also doch!! Jetzt nur noch Waschutensilien auspacken und ab ins Bett. Morgen mehr und dann auch erste Bilder. FAZIT: US-Airlines: Kann man empfehlen, uns hat es gut gefallen. Eine der besten Flüge in die USA, die wir bisher hatten. Auf die Minute pünktlich. Essen eher schlecht, aber darauf kommt es uns nicht so an. Dollar Rent-a-Car: Mag etwas günstiger sein als andere Vermieter, aber billiger kann unter dem Strich letztendlich auch sehr viel teuer sein (s.o.). Machen wir bestimmt nie wieder! Nur für Personen zu empfehlen, die über entsprechende Englischkenntnisse verfügen und gewillt sind, diese in endlosen Diskussionen auch anzuwenden. Wir haben schon oft bei Hertz gebucht, dort nie Probleme gehabt, so dass wir empfehlen, lieber auf Hertz etc. auszuweichen, auch wenn es vielleicht etwas teuer ist. Orleans Hotel und Casino: Wie immer sehr gut. Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis, später mehr. | |
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