Sonntag, 26.08.2007


Wir haben zunächst ausgeschlafen, d.h. Joachim leider nicht richtig, er war schon um 3:00 Uhr nachts wieder wach und konnte nicht mehr weiterschlafen. Jet-Lag! Um 6:00 Uhr waren wir beide hungrig, aber da heute Sonntag ist, ist fast überall "Brunch" und das Frühstück beginnt später als sonst. Wir haben uns für ein Frühstück in unserem Hotel entschieden. Eine gute Wahl, dass Buffet bietet alles, was das Herz begehrt und an den ersten Tagen schmeckt das amerikanische Frühstück mit Eiern, Röstis etc ja auch immer noch sehr gut.

Unser Mietwagen: Dodge Durango

Danach wollten wir natürlich das Auto testen (falls es einen Defekt hätte, könnte man es ja rein theoretisch noch umtauschen) und sind auf den Las Vegas Strip gefahren, an dem die ganzen großen Hotels liegen. Die Idee hatten lleider noch viele andere, so dass wir uns nur im Schrittempo voranbewegten, auf einer wohlgemerkt 6-spurigen Straße! Der erste Eindruck: Überall wird gebaut. Las Vegas soll wohl noch größer und gigantischer werden. Nach einiger Zeit hatten wir keine Lust mehr auf Stau und sind auf die Autobahn abgebogen. Dort rollte der Verkehr und in wenigen Minuten erreichten wir das "Fashion Outlet", ein Einkaufscenter und unser erstes Ziel. Der erste Eindruck von unserem fahrbaren Untersatz soweit: Sehr gut!

Stau am Strip
Im Stau..... 

Für unsere Grand Canyon Wanderung braucht Joachim unbedingt eine neue Sonnenbrille. Schon im ersten Laden werden wir fündig. Sonnenbrillen gibt es hier an jeder Ecke. Na ja, wenn man eine Sonnenbrille braucht, dann in Las Vegas, oder?  Die Sonne haben wir heute wegen der vielen Wolken zwar noch nicht gesehen, aber die Temperaturen liegen trotzdem bei 40°C. Im Einkaufszentrum, das untypischerweise im Freien ist, sind überall Anlagen gebaut, die die Besucher von oben mit einem feinem Wasserdampfnebel einsprühen. Ganz angenehm. Naß wird man nicht, dafür ist die Luft im Wüstenklima viel zu trocken, alles Wasser verdunstet sofort. Das Einkaufszentrum ist eine sogenannte "Outlet Mall", d.h. ein Fabrikverkauf der jeweiligen Firma. Trotzdem sind die Geschäfte sehr komfortabel, kein Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen in Deutschland. Die überaus günstigen Preise sind oft nochmals sehr stark reduziert, man kann also echte "Schnäppchen" machen. Erleichtert natürlich auch durch den derzeit starken Euro-Kurs (1 Dollar = 1,38 Euro). Wir bummeln ein wenig, wobei wir natürlich noch ein paar T-Shirts und Sportschuhe finden...  Für unsere Wanderung durch den Grand Canyon brauchen wir noch etwas Equipement. Da ist die "Outdoor World" (beim Silverton Hotel und Casino) gerade richtig! Dies ist der größtes Laden für Outdoorartikel, den wir je gesehen haben! Eine riesige Halle (wie man so eine große Halle bauen kann ohne das sie einstürzt ist mir immer noch ein Rätsel) in der es alles gibt was das Herz des Outdoor-Fans begehrt. Über eine gigantische Angelabteilung, Klamotten ohne Ende, Zelte und Grillanlagen jeglicher Größe bis hin zu Paddelbooten etc. Ein 12m-Motorboot gewünscht? No problem. Riesige Auswahl auch bei diesem Artikel!

Outdoor World Las Vegas
Hier gibt es einfach alles für Outdoor Fans

Wir brauchten eigentlich nur Gas für unseren Campingkocher, dies darf man ja nicht im Flugzeug mitnehmen. Da wir bei einer unseren früheren Reisen auch dort schon unser Gas gekauft hatten, mußten wir nicht lange suchen. Klar, man hätte auch zu Walmart fahren können, aber die Outdoor-World liegt bequem direkt an der Autobahn I-15 (heute ohne Stau). Abgesehen davon finden wir auch für einen nicht kaufgeneigten Besucher würde sich ein Besichtigungsbesuch durchaus lohnen. Die gigantischen Ausmaße beeindrucken und außerdem gibt es Las Vegas-typisch ein "Entertainmentprogramm", z.B. eine Fütterung der Piranias in einem riesigen Aquarium etc.

Drive In Bankschalter
Nein, wir tanken nicht, wir holen Geld am Geldautomaten. Noch nicht einmal dafür muß man aussteigen. Kein Wunder, dass der durchschnittliche Amerikaner sich weniger als 300m/Tag zu Fuß bewegt!


Nachdem wir alle wichtigen Erledigungen hinter uns gebracht haben, ging es zurück zum Hotel, wir wollten den Pool in unserem Hotel testen. Im Hotel angekommen waren mittlerweile sehr dunkle Wolken aufgezogen, dies hätte uns zwar nicht abgehalten, Termperaturen waren weiterhin sehr hoch und ein Bad erschien angenehm, aber wir waren hungrig und beschlossen, den Poolbesuch auf morgen zu vertagen.

Da wir gerne japanisch essen haben wir uns das "Todai´s" ausgesucht, eines der wenigen Möglichkeiten in Las Vegas japanisch zu essen ohne gleich ein Vermögen bezahlen zu müssen oder halb hungrig zu gehen. Das Todai´s liegt in der ehemaligen "Desert Passage" des "Aladdin". Auch nach der Umbenennung des Hotels in "Planet Hollywood" ist jedoch alles beim alten geblieben. Mittlerweile hat ja fast jedes große Hotel in Las Vegas eine riesige Shopping Mall.

Im Todai´s war es ziemlich voll, über 50% der Besucher waren Asiaten. Wir sahen dies als positives Zeichen an und es hat uns auch gut geschmeckt. Nach dem Essen sind wir zum Strip gelaufen, von dort wollten wir ins Bellagio Hotel zur Fontana Bar, eines der absoluten Highlights unserer letzten Reisen. Alle 10-15 Minuten finden abends vor dem Bellagio-Hotel auf einem künstlichen See zu wechselnden Musikstücken choreografierte Wasserspiele statt, dabei werden die Fontänen richtig hoch in die Luft befördert, was sehr beeindruckend ist (auch zu sehen in dem Film "Ocean´s 11" - ganz am Ende). Anstatt also mit vielen Menschen im Gedränge an der Straße dem Schauspiel beizuwohnen, kann man in der Fontana-Bar auf einem großen Balkon bequem mit einem schönen Drink direkt an den Wasserspielen sitzten. Was für ein Logenplatz für diese - in unseren Augen - Topattraktion in Las Vegas!

Die Wasserspiele vor dem Hotel Bellagio
Die Wasserspiele vor dem Hotel Bellagio. Hier mit Blick über den Strip auf das im Hintergrund liegende Hotel "Paris". Vor dem Hotel eine um 50% verkleinerte detailgetreue Kopie des Eiffelturms.

Der Eingang der Bar liegt direkt im Casino und als wir uns der Bar nähern, wundern wir uns, dass es gar keine Schlange am Einlaß gibt. Sonst mußte man da immer so ca. 15 Minuten warten bis es einen freien Tisch gab (eine wirklich lohnenswerte Wartezeit, gemessen an der Attraktivität dieses Ortes müßten die Wartezeiten eigentlich viel länger ausfallen..). Ein kleines Schild am Eingang der Bar weist uns darauf hin, dass die Fontana Bar "vorrübergehend" geschlossen sei, der Vorraum ist zu einem Teil des Casinos mit Roulettetischen etc umfunktioniert worden. Wie schade!!
Die Wasserspiele haben wir auf dem Rückweg trotzdem gesehen (von der Straße aus) und waren - wie immer - hellauf begeistert. Zügig geht es retour zum Hotel, wir sind sind müde, die Zeitverschiebung ist noch nicht ganz überwunden.
Morgen mehr.



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