Home 1. Woche 2. Woche 3. Woche 4. Woche Gästebuch | Dienstag, 18.09.2007 Leider geht auch der schönste Urlaub zuende und unser Wecker klingelt mal wieder um 6:00 Uhr, diesmal aber um die Heimreise anzutreten und da fällt das Aufstehen deutlich schwerer als die Mal zuvor, als wir den Wecker für eine schöne Unternehmung gestellt haben. Da wir erst um 11:25 Uhr fliegen haben wir noch ausreichend Zeit, ein schönes Frühstück im Hotel einzunehmen. Wir gehen ins "Cravings-Buffet", dort gibt es noch einmal alles, was das Herz begehrt, aber die Stimmung ist gedrückt und der Hunger gering. Wir nehmen wieder den "Bell Service" in Anspruch und promt kommt ein Angestellter, der unsere Koffer aus dem Zimmer abholt und zur Hotelzufahrt bringt. Dies ist ein toller Service, denn unsere mittlerweile gut gefüllten Koffer lassen sich bestimmt nicht mehr gut über den dicken Teppich des Casinos rollen. Unser Auto hatten wir am Vorabend beim "Valet Parking" abgegeben, d.h. wir geben unseren kleinen Quittungszettel ab und warten, dass unser Auto vorgefahren wird, bequem! Unsere Koffer sind mittlerweile auch schon eingetroffen, gemeinsam mit einem netten Bell Boy, der vor vielen Jahren aus Hong Kong nach Las Vegas ausgewandert ist, warten wir das letzte Mal auf unseren Durango. Wir unterhalten uns sehr nett, klar kommen wir noch gerne noch einmal wieder nach Las Vegas! Wir verlassen um 9:15 Uhr den Las Vegas Strip in südlicher Richtung und passieren den Flughafen, wo dann auch die Beschilderung zum "Rental-Car-Center" beginnt. Hier geht es gewohnt flott, man fährt in die Rückgabeschlange ein, ein Angestellter der Mietwagenfirma eilt herbei, schaut, ob der Tank voll ist (sehr wichtig, wenn nicht, muß man nachzahlen), nimmt den Schlüssel an sich und druckt eine kleine Quittung aus. Im Vergleich zu dem Procedere des Ausleihens ein erstaunlich reibungsloser Ablauf. Ein letzter Blick zu unserem Mietwagen (das ist immer ein sehr trauriger Moment, wenn man so viele Meilen gemeinsam zurückgelegt hat....) und danach geht es mit dem kostenlosen Shuttle-Bus wieder zum Flughafen. Der Busfahrer ist ein hühnenhafter Afroamerikaner, der von all seinen Fahrgästen die Koffer fachgerecht im Bus verstaut, dabei hebt er unsere schweren Koffer an, als wären sie nur eine kleinen Einkaufstüte. Wir sind beeindruckt, aber die Binde um den Ellenbogen zeigt, was für ein harter Job das sein muß, alle paar Minuten die vielen schweren Taschen zu wuchten. Als er sich beim letzten Koffer am Knöchel stößt, haben wir großes Mitleid. Die Fahrt zum Flughafen dauert nur wenige Minuten, zentral am Terminal hält der Bus, wir sollen alle aussteigen und der nette Fahrer lädt wieder alle Taschen souverän aus. Wir freuen uns für ihn, dass er von allen Fahrgästen für seinen Knochenjob mit einem kleinen Trinkgeld entschädigt wird. Nach kurzem Fußweg erreichen wir den Schalter von US-Air, getrennte Schalter je nach Zielort gibt es nicht, alle, die mit US-Air fliegen wollen müssen sich in einer Schlange anstellen. Es ist mittlerweile kurz vor 10:00 Uhr, wir haben noch viel Zeit. Die Dame am Schalter ist sehr nett, wir sollen ihr als erstes den schwersten Koffer reichen, er darf maximal 50 Pounds (1 Pound = 450g) wiegen, er wiegt 52 lbs, die Dame klemmt einen Zettel "heavy" an die Tasche und wünscht das nächste Gepäckstück, dieser Koffer wiegt 60 lbs. "Können Sie umpacken?" Wir öffnen den Koffer und laden einige schwerere Teile in eine weitere Tasche um, Joachim tauscht vorsoglich zusätzlich seine Schuhe gegen die schweren Wanderschuhe aus. Wir reichen den Koffer, er hat nun 44 lbs, super, dafür ist nun die Tasche mit 59 lbs zu schwer.... Alles wieder retour. Wir jonglieren mit den Inhalten der verbliebenen Gepäckstücke, die Dame bleibt geduldig. Der Koffer hat nun 50,5 lbs, das ist okay, die Tasche 50 lbs, geschafft! Die Dame lächelt entspannt und unsere Koffer verschwinden im Nirvana der Laufbänder. Nach einer ausführlichen Sicherheitskontrolle ist es auf einmal schon 11:00 Uhr und wir erreichen das Gate gerade, als das Einsteigen beginnt. Der Flug nach Philadelphia dauert wieder knapp 5h, wir starten mit ca. 20 Minuten Verspätung und da wir in Philadelphia nur eine Umsteigezeit von 50 Minuten haben, hoffen wir, dass der Flieger im Flug noch etwas aufholen wird. Wir sitzten bequem, der gezeigte Film ist "Ocean´s 13" und spielt in Las Vegas, das passt ja gut! Über Philadelphia kreisen wir unendlich lange in einer Warteschleife, als wir zur Landung ansetzen ist es schon 19:40 Uhr Ortszeit und die Abflugzeit unseres Fluges nach München ist schon um 20:25 Uhr, das Boarding auf diesen Flug hat laut unseren Unterlagen gerade begonnen. Wir sind beunruhigt und hoffen, dass der Weg zum internationalen Terminal nicht mehr allzu weit ist, sonst schaffen wir es garantiert nicht mehr! Unsere Flugnachbarn sind sehr mitfühlend, v.a. als wir auf dem Rollfeld stehen und der Kapitän durchsagt, dass für uns z.Zt. noch kein Gate bereit sei und wir nochmals ca. 10 Minuten Geduld aufbringen müßten. Wir sehen uns schon die Nacht in Philadelphia verbringen! So lange dauert es zum Glück dann doch nicht mehr und da wir in der zweiten Reihe der Economy sitzten, kommen wir auch zügig aus dem Flugzeug heraus und hetzen um 20:05 Uhr mit einer Sprinteinlage Richtung internationalem Terminal, auf der Anzeigetafel ist unser Flug "on time". Nach ca. 500-1000m erreichen wir um 20:15 Uhr völlig abgehetzt das Gate, alle sind schon eingestiegen. Der Flieger ist nur zu ca. 60% ausgebucht und einige wenige Fluggäste treffen sogar noch nach uns ein. Unser Abflug verzögert sich ohne nähere Erläuterung um fast eine Stunde, wir freuen uns darüber, dies bedeutet, dass unser Gepäck es vielleicht doch auch noch geschafft hat umgeladen zu werden! Die Flugzeit beträgt diesmal nur 7,5h und wir sind geschafft, aber erleichtert. Auch hier gibt es als Unterhaltungsprogramm ein Film, der in Las Vegas spielt "Lucky You". Was für ein Zufall. Wie auf dem Hinflug ist das Unterhaltungsprogramm bei US-Airways über einen eigenen Bildschirm genial, der Service aber eher unterdurchschnittlich. Als wir in München landen wird uns an Bord die aktuelle Uhrzeit durchgegeben: 9:40 Uhr. Wir stellen die Uhren um. Unser Anschlußflug mit Lufthansa geht um 11:35 Uhr, hier müssen wir uns also nicht mehr hetzen! Kurzer Blick auf die Anzeigetafe am Flughafenl, das Gate hat sich geändert, der Flug ist noch nicht aufgerufen. Gut. Die aktuelle Uhrzeit gleichen wir jedoch nicht mehr wie geplant ab, ein Fehler. Auf dem Weg zum neuen Terminal passieren wir eine Sicherheitskontrolle und gehen danach zügig in Richtung unseres neuen Gates, Joachim möchte sich gerade ein Brötchen holen, als mein Blick auf eine Flughafenuhr fällt: 11:25 Uhr und nicht wie auf meiner Armbanduhr 10:25 Uhr, so eingestellt, wie im Flugzeug durchgegeben. Joachim fragt kurz den nächsten Passanten, es stimmt: 11:25 Uhr! Kurze Panik, unser Flug geht in 10 Minuten!! Eine weitere Sprinteinlage zum Gate, das noch sehr weit noch weg erscheint. Wir rennen, was wir können und als wir um 11:30 dort ankommen steht auf der Anzeigetafel: Flug geschlossen, ein Mitarbeiter ist nicht mehr zu sehen, aber das Flugzeug steht noch am Gate. Wir fragen schnell eine Lufthansaangestellte die einen Flug am Nachbargate abfertigt, sie ist sehr hilfsbereit und fragt, nach, ob wir noch kommen dürfen. Es ist noch möglich und wir sehen, dass sich sogar der Pilot persönlich kümmert und unser Gepäck, das gerade ausgeladen wird, wieder einladen läßt. Mein neuer Sitznachbar lächelt mich an und erzählt mir, dass zunächst auf uns gerwartet wurde, bis schließlich unser Gepäck ausgeladen werden sollte. Na ja, hat ja doch noch alles geklappt. Wir sind sehr erleichtert. Hätten wir gleich die richtige Uhrzeit gewußt, hätten wir uns natürlich noch mehr beeilt, aber auch so hatten wir nicht wirklich getrödelt! Durch eine nette Unterhaltung mit meinem neuen Sitznachbar, der heute ebenfalls aus den USA gereist ist und seit einigen Jahren in Sonderborg in Dänemark lebt, vergeht die Zeit sehr schnell. Unser Gepäck läuft schon vollzählig auf dem Gepäckband im Kreise, als wir in die Gepäckhalle kommen, so dass alles noch ein sehr versönliches Ende findet. Unser Abholservice ist auch schon da und wir fahren nach Hause, wo wir um 14:30 Uhr die Wohnungstür öffnen. Ein wirklich schöner Urlaub ist nun vorbei. | |
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